Mittwoch, 27. Juni 2007
 
Barcelona- Eindrücke
 


Eindrücke sollte man niederschreiben, solange sie noch frisch im Gedächtnis sind, fangen wir an:

- Akzente zeigen, egal in welche Richtung sie zeigen, an, welche Vokale/Silben betont werden müssen. Sagte der Reiseführer. Ein schönes Beispiel ist dieses Filmplakat. Dachte der Schutzgeist

- Kunst allerorten. 'Wir montieren mal so eben eine 10 Meter hohes Drahtungetüm auf einem Hausdach' dachte sich ein gewisser Antoni Tàpies. Wir finden eine tolle Idee, schickt den Mann nach MeckPomm zum G8- Recycling!

- Oder das:
Schutzgeist (S), später Nachmittag, noch nüchtern, am Bierstand: 'una Cervesa'
Die Bedienung zeigt ein 0,2er Probierbecherlein, der Schutzgeist hat aber Durst.
S: No, Gran
Die Bedienung greift zum Maßkrug
S: Petit petit!
...
- Oder beim Mittagessen in der Markhalle *grübel* Mercat de la Boqueria: Schutzgeist bestellt muter diverse Speisen: Fischkroketten, Patatas Bravas, ein Frankfurter Würstchen. Der Barmann bringt ein Tellerchen mit einer Handvoll Kroketten, dann eine große Schüsseln mit Kartoffeln, schön brava (hatte mich ja faßt erschrocken nach den leppchen Teilen vom Vortag) und dann als er schon fast gesättigt war noch die Wurst mit ner Riesenportion Bohnen - sorry, arme Bohnen, aber Euch mußte ich liegenlassen.

- Das Rieseneinkaufszentrum im Hafen ist fantastisch. Schon vor der Tür gibts einen Stand mit leckerstem Ben&Jerry's Eis. Ben&Jerry's! Da konnte ich den Häagen Dasz- Laden 10 Meter weiter getrost liegen lassen. Ben&Jerry's und Häagen Dasz, nix Langnese- oder Schöller- Grütze (okay, gabs auch noch orgendwo)

- Ruhiges Hotelzimmer heißt Zimmer mit Blick zum Hof - und fantastischer Aussicht auf den Fußballplatz in ebendiesem - und samstagabendlicher Unterhaltung wenn die Nachbarskinder ihn benutzen

- Das Cafè halb an Montjuíc wird von Asiaten betrieben. Japaner, Koreaner, keine Ahnung. Aber überalle Asiaten. Der Kaffee war trotzdem lecker.

- Barcelona ist hektisch. Scheiß hektisch. Auf jeder Straße in der Eixample (die quadratisch angelegten Blocks, man sschaue auf eine Karte und wisse was ich meine) fließt der Verkehr zweispurig - mal von links nach recht, dann von rechts nach links. Ich weiß nicht, wo die alle herkommen oder wo sie alle hinwollen, aber sie sind alle auf der Straße, und bewegen sich. Na vielleicht kostet der Sprit da unten ja auch nichts.

- Die Metros sind trotzdem voll, fahren fast durchgehend in einem optimalen 10- Minutentakt oder kürzer, und fahren kostet, verglichen mit hierzulande, gar nichts. Ich bin viel Metro gefahren.

- Zeitweise hab ich ja überlegt, mir einen Roller zu leihen, Vespa, oder was auch immer. Die gehören zum Straßenbild. Hebt die Hektik nochmal ein Stück an. Die werden aber auch viel von Frauen gefahren. Hebt noch ganz andere Gefühle an.



- Ey Laaan, Willstu Handtasche kaufen? Leider war meine Handykarte da schon leer, sonst hätt ich sicher mal im Damenkreis rundgefragt.

- Toll war auch die 'So lange wartest Du noch auf den nächsten Zug'- Anzeige in der Metro. Mit Sekunden! Die paßten sogar halbwegs, hob mein Vertrauen in den ÖPNV nochmal gewaltig. Zu der minutenweisen Anzeige hierzunlande hab ich die irgendwie nämlich nicht - die bleibt nämlich immer mindestens 3 Minuten pro Zahl stehen.

- Und Plastiksitze in der Metro haben auch Vorteile. Die versiffen nämlich nicht so flott wie die eledenden Frankfurter S- Bahnkarren mit ihren ekligen stoffbezogenen 'will nicht wissen was da alles an Krankheiten drinstzt'- Sitzen.

- Ich muß immer noch an die Rollerfahrerinnen denken. Kann man sowas nicht auch mal hierzulande einführen? Vielleicht Roller subventionieren oder so, ist doch sicher ganz doll umweltfreundlich verglichen mit so nem Smart wo man die Schönheit der Damen kaum drin erkennen kann. Frau Aurora, was sagen Sie dazu?

 


- Einen Brunnen steht alleine, bis ein Schutzgeist hingeht und Wasser zapft. Die Folgen waren inetwa so:
'Wasn das für ne Lampe?'
'Kuck mal, der Schutzgeist kriegt da Wasser raus'
'Will auch haben!'
'Ich auch' 'Ich auch'
Man sollte vielleicht erwähnen, daß die Funktion des Brunnens, einen auf ewig da unten zu halten, wohl kaputt war - oder die Batterien waren alle.

- Und das nächste besuchenswerte Festival wäre nur noch 3 Wochen entfernt gewesen.

- Ich will immer noch wieder dahin, je mieser das Wetter hier wird umso dringender!

...wird fortgesetzt.
 
Von: ericpp um 01:59hlivekommentieren

 
das drahtungetüm ist kunst?ahja.ich bin begeistert.
ich dachte,dort hätten sie die oberirdischen stromleitungsreste der straße gesammelt,als sie die leitungen unterirdisch verlegt haben und vergessen,das wegzuräumen.
 
 
So schlimm ists nicht. Ich hätte mir was mit verschiedenfarbigen Drähten oder so gewünscht. Aber so füllt es genau den Raum aus, den die Hütte kleiner ist als die Nachbargebäude.