Sonntag, 30. Juli 2006
 
Wow, was für ein Stöckchen!
Soso, nicht nur Web.2.0 - jetzt gibts auch das Stöckchen.2.0 - ob ich das gut finden soll oder nicht - keine Ahnung. Aber wenn ich mit einem geprügelt werde, dann beantworte ich es zumindest - so gut es geht zumindest.

Warum bloggst du?
Irgendwann kam ich zu der Auffassung, daß ich viel zuwenige willige Opfer habe, die mir geduldig zuhören, wenn ich meine Meinung zu diesem oder jenem vom Stapel lasse. Da sich daran bisher nichts geändert hat tu ich das immer noch ab und an in meinem Blog.
Zusätzlich hab ich mittlerweile auch begonnen, ein wenig aus meinem Leben zu erzählen und Gedanken preiszugeben und beobachte immer wieder fasziniert, zu welchen Kommentaren das manchmal führt (und manchmal eben auch nicht).

Seit wann bloggst du?
Seit 924 Tagen. Seltsamerweise habe ich vorher, im Gegensatz zu vielen meiner Mitblogger, nie regelmäßig was aufgeschrieben - auch wenn es mir eine Dame irgendwann mal nahelegte. Scheint so, also tue ich das nur für mein Publikum - fühlt Euch also geehrt.

Selbstportrait?
Rein zufällig heute passiert - ich kuck in die Linse, komme ausversehen auf diesen blöden Knopf und wunder mich über das Ergebnis


Warum lesen deine Leser dein Blog?
Das frage ich mich manchmal auch. Anscheinend gibts den ein oder anderen, der an kleinen Anekdötchen aus meinem Leben interessiert ist.
Da ich aber nie eine Umfrage zu diesem Thema gestartet habe, kann ich das aber nur vermuten. Ich freue mich aber jedoch über jegliche Hinweise die zur Klärung beitragen - entweder per Antworte- Formular aber auch per mailme- Button (den drücken eh so wenige...)

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
stunden wilder lust
Ich sollte vielleicht doch irgendwo meine Telefonnummer angeben...

Welche Blogeinträge bekamen zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Wenn man Aufmerksamkeit mit Kommentaren gleichsetzt dann vermisse ich grade zu den politischen Themen ein wenig Feedback - natürlich kann es auch sein, daß einfach alle uneingeschränkt meiner Meinung sind und deswegen nichts schreiben. Aber ich schreib ja trotzdem weiter.

Dein aktuelles Lieblings-Blog?
Immer der/die/das in dem ich grade am lesen bin.

Dein Lieblings- DJ?*
Eigentlich eine ganze Menge, aber wen ich in den letzten Wochen besonders gut fand waren die guten Herren Wighnomy Brothers, Monsiuer Hell, immer immer wieder Richie Hawtin und Ricardo Villalobos und ganz ganz besonders Madame Ellen Alien

Deine Lieblingsfarbe?
Rot, blau - was grade paßt - und nur weil mir die Farbe gefällt, gefällt mir nicht jeder Ton davon - das muß eben passen.

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter?
So langsam hats wirklich jeder gehabt. Deswegen ramm ich die vier Stöckchen einfach mal ungespitzt hier in den Boden und dreh Däumchen bis sie jemand abholt. Vergeßt nicht, dann diese Nummer: 1211221264211132 einzugeben, und zwar hier.

Und weil wir noch nicht ganz fertig sind, gibts beim Don auch noch den Stammbaum, wie das Stöckchen von einem Blog zum andern gewandert ist: Der Stöckchentracker

*Frage wurde aus rein praktischen Gründen leicht modifiziert, da ich so besser antworten kann. Die ursprünglich Frage lautete was meine Lieblingsband sei und darf vom nächsten Stöckchenfänger natürlich wieder verwendet werden.
 

 
Freitag, 28. Juli 2006
 
Auflaufkind
Man nehme:
- Ein Kind, je nach Hunger zwischen 4 und 8 Jahren alt - Wenn Onkel Arthur auch noch mitißt darf es ruhig auch 10 sein
- 5 große Zwiebeln
- 3 Knobizehen
- 1 großes Rad Gouda
- 10 kg Spiralnudeln
- 4 kg Paprika
- 2 kg Karotten
- 1 großer Bund Petersilie
- Olivenöl, Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Man nehme das Kind, befreie es von Schulranzen und Kleidung, reibe es mit den 2 Zwiebeln und eine Knobizehe ein, werfe es in einen großen Topf und lasse es ca 2 Stunden bei mittlerer Temperatur köcheln.
Währenddessen kann man schonmal den Gouda kleinreiben und das Gemüse schälen.
Kurz bevor das Kind gar ist kann man schonmal die Nudeln kochen.
Wenn die Nudeln gar sind schütte man sie in einen großen Topf und mische sie mit dem Gemüse.
Jetzt brauchen wir eine große Auflaufform, reiben sie mit Olivenöl ein und bedecke den Boden gleichmäßig mit der Nudel- Gemüsemischung. Dann lege man das Kind darauf und stecke je eine Knobizehe in jedes der Ohren - die Zwiebeln werden in Mund und Nasenlöcher gesteckt.
Im Anschluß kann man das Kind ordentlich würzen, dann die restlichen Nudeln und das Gemüse darübergeben, obendrüber den geriebenen Käse verteilen.
Nun schiebe man das Kind in den Ofen bis der Gouda schön verlaufen ist. Jetzt eigentlich nur noch mit Petersilie verzieren und servieren.

Ein kleiner Tip noch:Wenn Sie das Kind weglassen haben Sie ein sehr leckeres vegetarisches Gericht.

...was sich anhört wie eine Zeile aus dem Lied 'Der nette Mann' findet sich seit Neuestem im Duden wieder - allerdings nicht als Gericht sondern als Beschreibung für die kleinen Kiddies, die mit den Fußballspielern ins Stadion laufen dürfen - was ja eigentlich was tolles für die Kleinen ist - wenn nur dieses Scheißwort nicht wäre...
Die Auflösung liefert und die TAZ: 'Erfunden' wurde es nämlich von einer nicht unbekannten Burgerkette. Anscheinend waren die mit dem Wort 'Balljunge' nicht zufrieden.

Na das war ja ein Griff in die Auflaufform ins Klo.
 

 
Schade
Dabei hab ich doch immer so gern auf Kosten der Amis eingekauft. Das ist jetzt wohl vorbei. Nix mehr mit 'Die Preise bleiben unten' - Wal Mart gibt seine verlustreiche Warenhauskette ausgerechnet an die Apotheker von Real ab - und das zu Konditionen, die vermutlich dazu führen werden, daß ein astmatisches Lachen über den Tegernsee klingen wird...
 
Von: ericpp um 12:46hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 27. Juli 2006
 
Wasser
Gerade sieht man hier lauter lächelnde Kollegengesichter die alle nach draußen blicken und das schon lange nicht mehr gesehene Schauspiel eines Regenschauers genießen.

Daß sie nicht nach unten rennen und im Regen tanzen halte ich für ein Wunder.
 

 
'Jetzt stinkt der Dosenöffner wieder'
Oder, um es von Kätzisch ins Deutsche zu übersetzen: Die Katzen von Kollegin K. mögen es nicht wenn sie raucht.
 
Von: ericpp um 16:17hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 27. Juli 2006
 
Jamie live
Da ich - ganz reiiin zufällig - über ein paar Videos von Jamie Lidell gafallen bin die sehr schön zeigen, wie der gute Mann live abgeht, möchte ich sie meinen geneigten Lesern nicht vorenthalten.
Um die Prozessorlast derer zu schonen, die es gar nicht erst sehen wollen, gibts die Videos via UTube eingebettet in den Kommentaren.
 

 
Die Kinder von M.
M. hat zwei Söhne. Und was hier anfängt wie eine Bibelstory weicht gleich in ganz andere Sphären ab.
Also der M. hat immer noch zwei Söhne, Zwillinge, und trotzdem grundverschieden. Der eine ist so richtig knuddelig süß, brav, mal will ihm eigentlich den ganzen Tag nur den Kopf streicheln, ist aufmerksam nett und so alles.
Der Zweite ist einen Tick kräftiger, hat einen überdimensional großen Kopf und ein nicht gerade hübches Gesicht. Und irgendwie mag man nicht glauben, daß er mit obigem Kind verwandt ist. Denn er ist bei weitem nerviger als sein Bruder, stellt zwar auch neugierige Fragen, kann aber nicht abwarten bis man sie ihm zu Ende erklärt hat, eigentlich eine richtige Stinksocke.
Irgendwie hab ich das Gefühl, M. und seine Frau haben bei seiner Erziehung was falsch gemacht.
 
Von: ericpp um 23:55hstories | 0 Kommentare | kommentieren

 
Siemens- Lufthaken, geladene Kondensatoren und ein baufälliger Dachboden
Damals, kurz nach dem Krieg... nein, ganz so alt bin ich noch nicht. Aber also ich Mitte der 90er noch meine gar wunderbare Ausbildung bei einem rosafarbenen Konzern genoß, und das nicht alleine, denn wir waren zu Zehnt, da mußten wir uns immer lustige Späße einfallenlassen um den Tag besser herumzubekommen.
Besonders beliebt war es, die Unerfahrenheit von Praktikanten oder naiven Mitauszubildenden auszunutzen. So schickten wir sicher jeden Praktikanten einmal ins Lager, um Siemens- Lufthaken* zu holen die wir gaanz dringend brauchten.
ebenfalls beliebt war es, einen Kodensator (natürlich einen möglichst großen Elko mit fetter Kapazität) zu laden, und einem überraschten Menschen zuzuwerfen. Die Freude in seinen Augen war meist unbeschreiblich.
Fieser jedoch war man zu einem Berufsschulkollegen namens T., der ein besonders dankbares Opfer für solche Späße abgab:
Einmal sollten Eimer mit irgendwelchem Müll (altes Öl, Altmetall, keine Ahnung mehr was) weggebracht werden. Man erzählte dem armen T. also, daß die Eimer Nitroglycerin enthalten, das keine Erschütterung vertrage. Die Sorgfalt mit der T. die Eimer dann von A. nach B. Beförderte war unbeschreiblich - der Ausdruck in seinen Augen, als der Lagerist an Punkt B. die Eimer mit viel Schwung 'nach hinten' warf einfach göttlich.
Ein andermal wurde T. weisgemacht, daß das Dachgeschoß seines Ausbildungsbetriebs (ein mittelgroßes Krankenhaus) morsch sei und es nur wenige sichere Stellen gebe auf die man treten könne. Der Geselle ging voraus, und T. sollte immer in seine Fußstapfen treten. Also gings erstmal im Zickzack quer über den Speicher, T. hechelte hinterher. Dann legte der Geselle noch einen Zahn zu, und T. mußte, da er den Anschluß verlor, mitten auf dem Speicher stehenbleiben, umgeben von 'morschem' Holz und sah sich schon in den Abgrund stürzen.

*Siemens- Lufthaken: Ein nichtexistentes Produkt, dessen Namen nur möglicht warscheinlich klingen soll um Unbedarfte ins Bockshorn zu jagen.
 

 
Kameras in Kabinen
Im Klamottenladen kann ich es ja noch verstehen - die Betreiber wollen die Kunden vom Diebstahl abhalten - was nicht heißen soll, daß ich mich gern beim Anprobieren von Kleidungsstücken filmen lasse - es gibt ja noch Konkurrenz.

Aber womit bitteschön will man eine Kamera begründen, die einen Samenspender in seiner Wichskabine überwacht?
Soll er davon abgehalten werden, die ausliegenden Pornoheftchen oder Videofilme einzusacken?

Sehr befremdlich fand das auch ein junger Kalifornier.

Daß er Schmerzensgeld verlangt finde ich zwar ein wenig übertrieben, aber anders kommt man der Überwachungsgeilheit mancher Zeitgenossen wohl gar nicht mehr bei.

via Lanu