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Samstag, 5. Januar 2008
Aus der Reihe: kuriose Tode
Worauf man so alles stößt, wenn man in der Wikipedia schmökert. Zum Beispiel über den Tod von Francis Bacon, Starjurist, Wegbereiter der modernen Wissenschaft, enger Freund des englischen Königs, mutmaßlicher Ghostwriter Shakespeares und möglicherweise sogar ein Sohn Elisabeths I. Über letztere beiden wird seit 200 Jahren heftigst gestritten.
Zumindest wandelte er im Winter 1626 vergnügt durch den Schnee, als ihm die Idee kam, daß man Fleisch doch mit Eis und Schnee konservieren könne. Flugs bog er in das Haus des nächsten Bauern ein und ließ sich von der Bäuerin ein Hühchen schlachten und rupfen. Er ließ es sich dann nicht nehmen, das Hühnchen eigenständig mit Schnee auszustopfen.
Doch das wurde ihm denn zum Verhängnis. Wie auch immer er es angestellt hatte: Er erkältete sich und zog sich eine Lungenentzüdung zu, an der er 3 Tage später verstarb - nicht ohne das Hühnchen, das an seiner Erkrankung beteiligt war, vorher zu verspeisen.
Was lernen wir daraus?
- Einerseits haben wir es hier durchaus mit einem Erfinder bzw. Ideengeber für den Kühlschrank zu tun,
- der allerdings schmerzlich herausfinden mußte, daß Kälte zwar durchaus in der Lage ist, Fleisch zu konservieren, allerdings nicht das Leben eines alten Mannes.
- Und drittens konnte ihm selbst der köngliche Leibarzt, der das Hühchen beim Stopfen hielt, nicht mehr helfen - was zeigt, wie weit die Medizin damals erst war.
Achja, bevor hier irgendjemand auf die Idee kommt, ihn für den Darwin- Award vorzuschlagen:
- Francis Bacon starb zwar wirklich kinderlos, das ist aber wohl eher seiner offen gelebten Homosexualität geschuldet, immerhin hat er es mit 65 zu einem doch recht beachtlichen Alter geschafft - zumindest für die damalige Zeit (ja, ich weiß, bei Charlie Chaplin hats noch mit 71 funktioniert...)
- Wie wahrscheinlich es zu damaligen Zeit war, sich beim Spielen mit Schnee eine Lungenentzündung zuzuziehen, kann ich leider schwer abschätzen. Allerdings sollten die Leute im 17. Jahrhundert schon einen Tick abgehärteter gewesen sein als heute. Vermutlich hat er also 'nur' sein Alter ein wenig unterschätzt.
Zumindest wandelte er im Winter 1626 vergnügt durch den Schnee, als ihm die Idee kam, daß man Fleisch doch mit Eis und Schnee konservieren könne. Flugs bog er in das Haus des nächsten Bauern ein und ließ sich von der Bäuerin ein Hühchen schlachten und rupfen. Er ließ es sich dann nicht nehmen, das Hühnchen eigenständig mit Schnee auszustopfen.
Doch das wurde ihm denn zum Verhängnis. Wie auch immer er es angestellt hatte: Er erkältete sich und zog sich eine Lungenentzüdung zu, an der er 3 Tage später verstarb - nicht ohne das Hühnchen, das an seiner Erkrankung beteiligt war, vorher zu verspeisen.
Was lernen wir daraus?
- Einerseits haben wir es hier durchaus mit einem Erfinder bzw. Ideengeber für den Kühlschrank zu tun,
- der allerdings schmerzlich herausfinden mußte, daß Kälte zwar durchaus in der Lage ist, Fleisch zu konservieren, allerdings nicht das Leben eines alten Mannes.
- Und drittens konnte ihm selbst der köngliche Leibarzt, der das Hühchen beim Stopfen hielt, nicht mehr helfen - was zeigt, wie weit die Medizin damals erst war.
Achja, bevor hier irgendjemand auf die Idee kommt, ihn für den Darwin- Award vorzuschlagen:
- Francis Bacon starb zwar wirklich kinderlos, das ist aber wohl eher seiner offen gelebten Homosexualität geschuldet, immerhin hat er es mit 65 zu einem doch recht beachtlichen Alter geschafft - zumindest für die damalige Zeit (ja, ich weiß, bei Charlie Chaplin hats noch mit 71 funktioniert...)
- Wie wahrscheinlich es zu damaligen Zeit war, sich beim Spielen mit Schnee eine Lungenentzündung zuzuziehen, kann ich leider schwer abschätzen. Allerdings sollten die Leute im 17. Jahrhundert schon einen Tick abgehärteter gewesen sein als heute. Vermutlich hat er also 'nur' sein Alter ein wenig unterschätzt.
Freitag, 4. Januar 2008
Kein 'Plock plock'
Was sollte man in einem Film der den Titel 'kleiner Dodo' trägt auf keinen Fall erwarten?
Genau: Daß ein Dodo mitspielt. Nee, nur ganz ordinäre Tiere die man sich auch im Zoo ansehen könnte.
Wie doof, und gut daß ich das noch erfahren durfte, bevor ich mein Geld an der Kinokasse lasse.
Genau: Daß ein Dodo mitspielt. Nee, nur ganz ordinäre Tiere die man sich auch im Zoo ansehen könnte.
Wie doof, und gut daß ich das noch erfahren durfte, bevor ich mein Geld an der Kinokasse lasse.
Gestern bin ich noch auf einer Trauerveranstaltung gewesen

Gerufen hatte der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, und auch die hessische Piratenpartei war vertreten.
Mit ein paarhundert Leuten war die Teilnehmerzahl nicht grade berauschend hoch, aber für einen Termin unter der Woche, wo sich viele auch noch im Weihnachts- oder Neujahrskoma befinden, sicherlich angemessen.
Ein paar mehr Fotos gibts noch in den Kommentaren.
Drecks Outlook
Wie bitteschön kann ich diesem Elendsding abgewöhnen, daß es sich weigert, .ini- Dateien direkt zu öffnen.
Versucht es mir doch jedesmal vorzulügen, dabei handele es sich um was Ausführbares. Jaja...
Versucht es mir doch jedesmal vorzulügen, dabei handele es sich um was Ausführbares. Jaja...
Freitag, 4. Januar 2008
Küchenhölzerl
Da kommt ein Stück Holz über die Alpen gefolgen - aus der Richtung der Faultierwirtschaft.
Frau Sid möchte den Zustand meiner Küche wissen. Sie wird doch wohl nicht auf einen Besuch anmelden wollen, wo ihr doch ein 3- wöchiges Exil bevorsteht?
1. Welche Essige stehen in Deiner Küche?
Ich fürchte, hier bin ich nicht sehr anspruchsvoll oder abwechselfreudig. Einmal Balsamico die Modena und einmal Apfelessig. Ansonsten würze ich aber auch gern mit Zitronensaft, von dem ich immer ein Fläschlein (ja das von dem berühmten Regisseur) im Kühlschrank stehen habe.
Normalen Weinessig mag ich gar nicht, und wenn in nem Rezept Sherryessig vorkommt, nehme ich direkt die Ausgangsflüssigkeit - das nennt man dann Freestyle- Cooking ;o)
2. Welche Öle?
Einmal normales Pflanzenöl, einmal Olivenöl, dazu ein Sesamöl - derzeit eine Sorte mit leichter Ingwernote) und ein Sojaöl.
Nur das Massageöl steht im Bad.
3. Welche Sorten Reis stehen Dir derzeit zur Verfügung?
Hier wirds dann richtig Eng. Ich liebe Jasminreis, und ich hab derzeit auch nur den da. Achja, Couscous steht auch noch rum, zählt der auch?
4. Welche Sorten Nudeln?
Spaghetti und Bandnudeln. Wobei ich Bandnudeln ja über alles liebe, dafür mag ich die Spiraldinger nicht.
5. Welche Zuckerarten hast Du in Deiner Küche?
Kristallzucker, Puderzucker, und, gaaanz lecker: braunen Zucker, in Bioqualität. K.A. obs bei braunem Zucker was ausmacht aber der den ich hab ich himmlichst lecker.
Ansonsten hab ich noch Ahornsirup und Honig, ist ja auch irgendwie Zucker, nicht wahr?
6. Von welchem Gewürz hast Du die meisten Varianten in Deiner Küche?
Oha, hier wirds schwer. Ich versuch doch, von jedem Gewürz nur eine Varianz da zu haben, damit es nicht so flott verdirbt. Aber ich glaub, Chili macht das Rennen. Einmal am Stück als getrocknete kleine Feuerschoten, gemahlen als Cayennepfeffer, gepastet als Sambal Oelek und Sambal Manis, und in der Tabascoflasche sowie ein, zwei Gewürzsoßen (ganz fies: Habanero von Mamma Africa - ein Tip vom Schnitzelchen)
7. Welches andere Nahrungsmittel hast Du in auffallend großer Variantenzahl vorrätig?
Oha, hier wirds jetzt eng. Aufgrund der Tatsache, daß ich genug Einkaufsmöglickeiten in der Nähe habe, habe ich das Vorrathalten doch nahezu aufgegeben. Was ich habe ist eine recht brauchbare Sammlung an Würzsoßen - nur den Ketchup sucht man vergeblich, was mein Schwesterlein als bekennende Zucker-mit-Tomatenaroma-Süchige bei jedem Besuch erneut verzweifeln läßt. Aber ich hab ja jede Menge Einkaufsmöglichkeiten...
Ansonsten noch die ein oder andere Marmelade. Da stehe ich ja aufperverse exotische Sorten wie Ingwer, aber auch vom Schweden nehm ich mir gern mal ein Glas Blaubeeren mit. Und da ich so selten Brot esse, brauchts halt ewig bis ich die aufbrauche.
Wer will noch nicht, wer hat schonmal? Natürlich interessiert mich, womit ein Gorillaschnitzel so seine Zeit im Kühlschrank verbringt, und natürlich die Schlotte. Du darfst gern in den Kommentaren antworten Schlottchen - ich paß auf, daß keiner Dir Schmuddelgeschichten andichtet ;o)
Joch, ich glaub das reicht.
Frau Sid möchte den Zustand meiner Küche wissen. Sie wird doch wohl nicht auf einen Besuch anmelden wollen, wo ihr doch ein 3- wöchiges Exil bevorsteht?
1. Welche Essige stehen in Deiner Küche?
Ich fürchte, hier bin ich nicht sehr anspruchsvoll oder abwechselfreudig. Einmal Balsamico die Modena und einmal Apfelessig. Ansonsten würze ich aber auch gern mit Zitronensaft, von dem ich immer ein Fläschlein (ja das von dem berühmten Regisseur) im Kühlschrank stehen habe.
Normalen Weinessig mag ich gar nicht, und wenn in nem Rezept Sherryessig vorkommt, nehme ich direkt die Ausgangsflüssigkeit - das nennt man dann Freestyle- Cooking ;o)
2. Welche Öle?
Einmal normales Pflanzenöl, einmal Olivenöl, dazu ein Sesamöl - derzeit eine Sorte mit leichter Ingwernote) und ein Sojaöl.
Nur das Massageöl steht im Bad.
3. Welche Sorten Reis stehen Dir derzeit zur Verfügung?
Hier wirds dann richtig Eng. Ich liebe Jasminreis, und ich hab derzeit auch nur den da. Achja, Couscous steht auch noch rum, zählt der auch?
4. Welche Sorten Nudeln?
Spaghetti und Bandnudeln. Wobei ich Bandnudeln ja über alles liebe, dafür mag ich die Spiraldinger nicht.
5. Welche Zuckerarten hast Du in Deiner Küche?
Kristallzucker, Puderzucker, und, gaaanz lecker: braunen Zucker, in Bioqualität. K.A. obs bei braunem Zucker was ausmacht aber der den ich hab ich himmlichst lecker.
Ansonsten hab ich noch Ahornsirup und Honig, ist ja auch irgendwie Zucker, nicht wahr?
6. Von welchem Gewürz hast Du die meisten Varianten in Deiner Küche?
Oha, hier wirds schwer. Ich versuch doch, von jedem Gewürz nur eine Varianz da zu haben, damit es nicht so flott verdirbt. Aber ich glaub, Chili macht das Rennen. Einmal am Stück als getrocknete kleine Feuerschoten, gemahlen als Cayennepfeffer, gepastet als Sambal Oelek und Sambal Manis, und in der Tabascoflasche sowie ein, zwei Gewürzsoßen (ganz fies: Habanero von Mamma Africa - ein Tip vom Schnitzelchen)
7. Welches andere Nahrungsmittel hast Du in auffallend großer Variantenzahl vorrätig?
Oha, hier wirds jetzt eng. Aufgrund der Tatsache, daß ich genug Einkaufsmöglickeiten in der Nähe habe, habe ich das Vorrathalten doch nahezu aufgegeben. Was ich habe ist eine recht brauchbare Sammlung an Würzsoßen - nur den Ketchup sucht man vergeblich, was mein Schwesterlein als bekennende Zucker-mit-Tomatenaroma-Süchige bei jedem Besuch erneut verzweifeln läßt. Aber ich hab ja jede Menge Einkaufsmöglichkeiten...
Ansonsten noch die ein oder andere Marmelade. Da stehe ich ja auf
Wer will noch nicht, wer hat schonmal? Natürlich interessiert mich, womit ein Gorillaschnitzel so seine Zeit im Kühlschrank verbringt, und natürlich die Schlotte. Du darfst gern in den Kommentaren antworten Schlottchen - ich paß auf, daß keiner Dir Schmuddelgeschichten andichtet ;o)
Joch, ich glaub das reicht.
Ich hatte zu lange Urlaub
Jetzt find ich meine eigenen Ordner nicht mehr und will immer den falschen Kram per Email verschicken.
Schickt mir bitte sofort jemanden vorbei der mich neu anlernt!
Nachtrag: Hach, zumindest das Bloggen hab ich noch nicht verlernt.
Schickt mir bitte sofort jemanden vorbei der mich neu anlernt!
Nachtrag: Hach, zumindest das Bloggen hab ich noch nicht verlernt.
Mittwoch, 2. Januar 2008
Mein Rutsch
Das war denn doch mal wieder typisch Schutzgeist. da fährt er extra in die Heimat, um ein paar gemütliche Tage mit der Anverwandtschaft zu verbringen, aber wenns ans Feiern geht, reichts ihm schon wieder.
Und da die Heimal dann doch so nah liegt, entstand schnell die Entscheidung, den Rutsch in Koblenz zu begehen, genauer gesagt ins Nachtrausch, schuld daran waren neben der Anwesenheit von Jule, der ich ja vom letzen Besuch noch ein Lauschen schuldetet auch die Tatsache, daß mir meine Cam irgendwie abhanden gekommen war - da war wohl der Samstag vor Weihnachten dran schuld - und ich berechtigte Hoffnung darauf hatte, sie dort wiederzufinden.
Es war gut, daß ich mir vor Fahrtantritt keinen Wetterbericht mehr angetan habe, sonst hätte ich mir den Weg vielleicht sogar gespart. Es fing an mit Nebel, ging über in dichteren Nebel, später ergänzt durch leichten Niesel der sich mit starken Regen abwechselte. Irgendwann war ich dann aber doch angekommen, fand den Club diesmal sogar ohne Verfahrerei - Juhu, ich werd besser!
Jetzt war auch schon halb elf, also schnell rein, aufwärmen, und ein wenig warmtanzen - das wurde mir doch sehr durch Marco Thönnes und sein Set erleichtert. Gegen halb zwöfl ließ dann leider die Musikqualität nach - man hatte irgendeinen Flächentrancer ans Mischpukt gelassen, der zwar zum Glück größtenteils Platten auflegte, die im letzten Jahrtausend gemacht wurden - was mich vermutlich davon abhielt, schreiend den Raum zu verlassen - aber es hemmte die Tanzlust doch gewaltig.
Aber es war ja auch mittlerweile Rutschzeit, also auf, eins der bereitwillig dargebotenen Sektgläser gegriffen und ab an die frische Luft zum anstoßen, Feuerwerkgucken, umarmen.
Im Anschluß gings dann im kleinen Club weiter, zwischen den großzügigen Lounge- Möblen tanzen, und auchja, hier war auch das Büffet versteckt. Caprese, frische Früchte, alles da was das Herz begeht, und ich Depp hatte vor Aufbruch noch gut gegessen.
Aber macht ja nix, und musikalisch war hier jetzt wirklich the place to be. Es fing an mit Rene Rondi, der mit einem famosen Set die angefrorenen Tanzbeine wieder in Schwung brachte.
Gegen zwei übernahm der 'Juleklub' dann das Mischpult und heizte mit ihrem syntaktisch beeinflußten Techhouse- Set gar mächtig ein. Zumindest mir, denn teilweise gähnte schon die Leere duch den Raum. Eine kurze Stippvisite im großen Raum überzeugte mich denn aber davon, daß die Leute entweder nicht wegen der Musik drüben blieben oder aber einen gar schlechten Geschmack hatten.
Whatever, gegen Ende hatte sie auch wieder die vollste Aufmerksamkeit ihres Publikums, und mußte dann doch an Brainchild übergeben - übrigens der einzig versaute Übergang der mir aufgefallen ist, aber ein Geschwindigkeitsunterschied von 20BPM fällt eben auch auch, wenn einer der Titel grade keinen Beat hat.
'Brainy' sollte uns für diese kleine Sünde aber großzügigst entschädigen und salbte unsere Ohren in den kommenden zwei Stunden mit feinstem Melodic Techno.
Den Abschluß gaben uns dann Jule und Brainchild zusammen, denn ab 6 standen sie gemeinsam an den Plattentellern, die virtuos mit schwarzen Scheibchen belegt wurden daß es eine Freude war - nicht nur uns zuhörern sondern auch den beiden Künstlern. So vergingen weitere zwei Stunden im Fluge, der große Club war mittlerweile geschlossen, was den Raum nochmal mit neuen Leuten füllte. Als sich der Großteil der feiernden bis nach 8 dann dnco hverflüchtigt hatte, war auch für mich der Zeitpunkt gekommen, mich wieder zuverabscheuen verabschieden. Auf ein nächstes Mal.
Auf der Rückfahrt gabs zwar nur Nebel, den dafür aber wieder in rauhen Massen. Dazu unterwegs mal ein zu dicht an der Leitplanke geparktes Auto, ein Reh das zum Glück schnell einen Hüpfer von der Straße machte, und ein Mensch glaubte, mitten auf der meistbefahrensten Bundestraße der Gegend wenden zu müssen - gut für daß um die Uhrzeit so wenig Verkehr war.
Achja, und meine Cam hab ich auch wieder.
Und da die Heimal dann doch so nah liegt, entstand schnell die Entscheidung, den Rutsch in Koblenz zu begehen, genauer gesagt ins Nachtrausch, schuld daran waren neben der Anwesenheit von Jule, der ich ja vom letzen Besuch noch ein Lauschen schuldetet auch die Tatsache, daß mir meine Cam irgendwie abhanden gekommen war - da war wohl der Samstag vor Weihnachten dran schuld - und ich berechtigte Hoffnung darauf hatte, sie dort wiederzufinden.
Es war gut, daß ich mir vor Fahrtantritt keinen Wetterbericht mehr angetan habe, sonst hätte ich mir den Weg vielleicht sogar gespart. Es fing an mit Nebel, ging über in dichteren Nebel, später ergänzt durch leichten Niesel der sich mit starken Regen abwechselte. Irgendwann war ich dann aber doch angekommen, fand den Club diesmal sogar ohne Verfahrerei - Juhu, ich werd besser!
Jetzt war auch schon halb elf, also schnell rein, aufwärmen, und ein wenig warmtanzen - das wurde mir doch sehr durch Marco Thönnes und sein Set erleichtert. Gegen halb zwöfl ließ dann leider die Musikqualität nach - man hatte irgendeinen Flächentrancer ans Mischpukt gelassen, der zwar zum Glück größtenteils Platten auflegte, die im letzten Jahrtausend gemacht wurden - was mich vermutlich davon abhielt, schreiend den Raum zu verlassen - aber es hemmte die Tanzlust doch gewaltig.
Aber es war ja auch mittlerweile Rutschzeit, also auf, eins der bereitwillig dargebotenen Sektgläser gegriffen und ab an die frische Luft zum anstoßen, Feuerwerkgucken, umarmen.
Im Anschluß gings dann im kleinen Club weiter, zwischen den großzügigen Lounge- Möblen tanzen, und auchja, hier war auch das Büffet versteckt. Caprese, frische Früchte, alles da was das Herz begeht, und ich Depp hatte vor Aufbruch noch gut gegessen.
Aber macht ja nix, und musikalisch war hier jetzt wirklich the place to be. Es fing an mit Rene Rondi, der mit einem famosen Set die angefrorenen Tanzbeine wieder in Schwung brachte.
Gegen zwei übernahm der 'Juleklub' dann das Mischpult und heizte mit ihrem syntaktisch beeinflußten Techhouse- Set gar mächtig ein. Zumindest mir, denn teilweise gähnte schon die Leere duch den Raum. Eine kurze Stippvisite im großen Raum überzeugte mich denn aber davon, daß die Leute entweder nicht wegen der Musik drüben blieben oder aber einen gar schlechten Geschmack hatten.
Whatever, gegen Ende hatte sie auch wieder die vollste Aufmerksamkeit ihres Publikums, und mußte dann doch an Brainchild übergeben - übrigens der einzig versaute Übergang der mir aufgefallen ist, aber ein Geschwindigkeitsunterschied von 20BPM fällt eben auch auch, wenn einer der Titel grade keinen Beat hat.
'Brainy' sollte uns für diese kleine Sünde aber großzügigst entschädigen und salbte unsere Ohren in den kommenden zwei Stunden mit feinstem Melodic Techno.
Den Abschluß gaben uns dann Jule und Brainchild zusammen, denn ab 6 standen sie gemeinsam an den Plattentellern, die virtuos mit schwarzen Scheibchen belegt wurden daß es eine Freude war - nicht nur uns zuhörern sondern auch den beiden Künstlern. So vergingen weitere zwei Stunden im Fluge, der große Club war mittlerweile geschlossen, was den Raum nochmal mit neuen Leuten füllte. Als sich der Großteil der feiernden bis nach 8 dann dnco hverflüchtigt hatte, war auch für mich der Zeitpunkt gekommen, mich wieder zu
Auf der Rückfahrt gabs zwar nur Nebel, den dafür aber wieder in rauhen Massen. Dazu unterwegs mal ein zu dicht an der Leitplanke geparktes Auto, ein Reh das zum Glück schnell einen Hüpfer von der Straße machte, und ein Mensch glaubte, mitten auf der meistbefahrensten Bundestraße der Gegend wenden zu müssen - gut für daß um die Uhrzeit so wenig Verkehr war.
Achja, und meine Cam hab ich auch wieder.
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