Donnerstag, 2. Oktober 2008
 
Wieder ein neues Wort gelernt: Crapware
Nicht, daß mir das Phänomen nicht unbekannt wäre - bei neu gekauften PCs befindet sich häufig soviel nutzlose Software (womit ich jetzt nicht Windows meine!) auf dem Rechner, daß man erstmal damit einen Abend lang beschäftigt ist, diese zu deinstallieren, erst dann kann man anfangen, seine Lieblingssoftware aufzuspielen.
Sei es das Schmalspur- Office- Paket 'Works' von Microsoft, die Browser- Toolbars verschiedener Suchmaschinen oder Programme vom PC- Hersteller die keine sinnvolle Funktion hat. Und dann gibt es ja noch die Demoversionen diverser Sicherheitstools, die spätestens 3 Monate nach Inbetriebnahme den Einwurf kleiner Münzen verlangen. Hier tut sich ja ein Hersteller besnders hervor - siehe dazu auch den Link ganz unten.

Jedenfalls gibt es dafür jetzt eine Lösung: Den PC Decrapifier, der verspricht, all diesen Rotz wieder von der Platte zu putzen. Für Techniker gibt es sogar eine Spezialversion, bei der sich das Aufräumen automatisieren läßt.

via Golem
 

 
Dienstag, 30. September 2008
 
Erhöhtes Sicherheitsbedürfnis
Gleich bei mir um die Ecke ist ein Gebäude, da steht häufiger mal ein ernst dreinblickender Mensch mit südländischem Teint und im schwarzen Anzug vor der Tür.
Nein, es handelt sich nicht um die örtliche Dependance eines sizilianischen Familienbetriebs sondern um ein Gotteshaus - eine Synagoge, um genau zu sein. Entsprechend steht auch häufiger mal ein blau- silbernes Fahrzeug der öffentlichen Belustigungstruppen vor der Tür.

Aber aktuell übertreiben sie ein wenig. Das Verkehrsschild, das anzeigt, wann vor der Tür nicht geparkt werden darf um Platz für die o.G. blausilbernen Autos zu lassen, ist schon fast eine abendfüllende Lektüre, und der Mann im schwarzen Anzug hat mittlerweile Gesellschaft bekommen. Inzwischen stehen da nämlich zwei Kollegen vor der Tür, beide mit einer Sonnenbräune, als wären sie frisch aus Israel eingeflogen worden, und aufmerksam die vereinzelten Passanten betrachtend.

Hab ich was verpaßt?

Heiratet Michel Friedmann?

Macht Schäuble mal wieder Panik um ein neues Notstandsgesetz durchzudrücken?
 

 
Abgeschleppt
Wenn das Auto anfängt, weißen Dampf zu produzieren, wird es Zeit den Motor auszuschalten. Mist, noch 800 Meter bis heim, aber den ganzen Weg schieben wäre keine Lösung gewesen. Also netten Mann angerufen und das Ganze erledigen lassen, Nachttarif.
Brüderlein hat mir direkt mal am Teflon vorgerechnet wieviele Jahre Mitgliedschaft im gelben Verein das gegeben hätte. Aber egal! Ich mag den gelben Verein nicht, und nach 13 Jahren Nichtmitgliedschaft hab ich locker genug gespart um mir sowas mal leisten zu können.
Heute morgen dann direkt die Werkstatt angerufen - ich solle das Kühlwasser wieder auffüllen und kucken was er macht. Werstattmann sprach von 5-8 Litern - ich also alle alten Wasserflaschen zusammengesucht und ab zum Auto getrabt. Paßten aber grad mal anderthalb Liter rein. Angelassen. Noch ein wenig Wasser nachgefüllt. Eine kurze Runde gedreht, zum warmwerden. Wurde mir zu schnell zu warm, also nochmal mit der Werkstatt gesprochen und abgemacht, daß sie ihn jetzt doch holen kommen. 13 Jahre Nichtmitgliedschaft sparen viel Geld, da ist das nochmal drin, ist ja jetzt kein Nachttarif mehr.
Dann abgetrottet gen Arbeit, zum ÖPNV- Nutzer degradiert, blödes Gefühl. Mag keine Busse, S- Bahnen fallen schon zu oft aus, bei Bussen gibts nichtmal ne Anzeige wenn er nicht kommt. Warte jetzt erstmal auf Status vom Auto, gut daß schon Monatsende ist.
 
Von: ericpp um 13:13hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Sonntag, 28. September 2008
 
Denk mal
An einem Ort, der so viele bedeutende Menschen gesehen hat wie Istanbul, gibt es auch das ein oder andere, was noch heute an sie erinnert. Schon die Byzantiner bauten Kirchen und Klöster, Zisternen oder öffentliche Plätze, die zum Teil noch heute existieren. Die Sultane und anderen Würdenträger aus der Osmanenzeit haben sich Moscheen und - für die sterblichen Überreste - Türben erbauen lassen, und ab und an entdeckt man auch mal ein Denkmal für einen berühmten Staatsmann oder Feldherren:

  

vlnr:
- Atatürk- Denkmal an der Landspitze von Alt- Instanbul, eigentlich mit tollem Blick über des Bosporus, wenn da nicht grade die Baustelle für den Eisenbahntunnel wäre
- Nochmal Atatürk: Denkmal für den Befreiungskrieg am Taksim- Platz
- Barbarossa- Denkmal in Besiktas.
 
Von: ericpp um 21:58hontour | 0 Kommentare | kommentieren

 
Ungwöhnlich viel los hier
...dachte ich, als ich grad vor der Tür war. Das Geheimnis war dann aber schnell gelüftet: Es nennt sich Stadtteilsonntag, was dazu führt, daß auch ein paar Geschäfte offen haben, und sowas zieht ja bekanntlich Leute an. Wobei mir mal wieder schmerzlich bewußt geworden ist, wie fortgeschritten das Jahr schon wieder ist. Alle in Herbstkollektion - aber wen wuderts, selbst ich war im Jäcklein unterwegs.
 
Von: ericpp um 21:24hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 25. September 2008
 
Turkish Bazar


Eine echte orientalische Stadt wäre keinen ohne einen Markt - einen richtigen Markt wohlgemerkt, auf dem man so ziemlich alles bekommt was das Herz begehrt - und manchmal auch noch ein wenig mehr.
Natürlich heißt der Markt in der Türkei nicht Bazar. Der Titel hat was mit einem Link zu tun, den ich weiter unten noch bringen werde. In der Türkei heißt sowas Carsi - ansonsten dürften die Unterschiede zu einem Markt in einem arabischen Land aber marginal sein. Das da oben zum Beispiel ist ein Arkadengang im Capali Carsi, dem großen Basar. Groß heißt hier: richtig groß. Um und zwischen zwei großen Markthallen befindet sich ein nahezu unüberschaubares Labyrinth an Gängen und Gassen, alles überdacht, und an jedem der knapp 20 Eingänge steht ein Mann mit Taser.
Innendrin gibt es von Teppichen über Lederklamotten, Schmuck, T- Shirts, Antiqutitäten bis hin zu Marken- Fakes und den obligatorischen Souveniers so ziemlich alles was man glaubt, einem Touristen andrehen zu können. Dazwischen aber auch Geldwechsler und jede Menge Stände, die Waren für Einheimische im Angebot haben, oder echte Antiquitäten - man muß allerdings ein wenig suchen um Letztere zu finden.
Und der Markt wuchert schon längst über seine alten Grenzen hinaus in die angrenzenden Gassen...
Zeigt man beim Spazieren durch dieses Labyrinth auch nur den Hauch von Interesse, wird man sofort als Freund begrüßt, danach gefragt wo man herkomme und natürlich hat jeder der Händler genau das was man sucht im Angebot. Weiter gehts in den Kommentaren mit dem Misir Carsi, dem Ägyptischen oder Gewürzmarkt, diesmal auch mit ein paar Bildern mehr.
 

 
Halic


Damit wäre wohl auch klar, warum es Goldenes Horn heißt.
 
Von: ericpp um 13:15hontour | 0 Kommentare | kommentieren

 
Trinkli


Ei wie finden wir denn das? In Türkeili gibt es Schutzgeistli- Wasserli.