Freitag, 27. Januar 2006
 
Sinnlichkeiten
Wer heutzutage nach dem Schlucken von Viagra noch ans Poppen denkt, betreibt Geldverschwendung. denn das Beste an der blauen Pille, sind die Farbverschiebungen die sich nach dem Einnehmen einstellen.
Die Effekte können zwar nicht ganz mit der Wirkung von LSD mithalten, dafür ist der Stoff aber legal.

Und wer in den nächsten sieben Tagen wichtige Prüfungen oder Vorträge abzuleisten hat, sollte doch lieber was zum Poppen suchen. Das entspannt, senkt den Blutdruck und sorgt, dank ausgeglichenerem Charakter für ein besseres Ergebnis.

Selbst Hand anzulegen, oder nur zu kuscheln, zeigen zwar auch Wirkung, sind aber lange nicht so erfolgreich.
Und wer, streng nach streng christlichem Gebot, ganz auf Körperkontakt verzichtet, bei dem sinkt die Ausgeglichenheit in einen Keller von astronomischen ausmaßen - was natürlich nich bedeutet, daß er dadurch automatisch nicht besteht, aber er wird wohl am meisten bei einer Prüfung zu leiden haben.

Die Ergebnisse und das Thema finden sowohl die FAZ, Telepolis als auch der Onleinspiegel so toll, daß sie unbedingt drüber schreiben mußten.

Und einen Trost hab ich noch an alle Nichtchristen, die grade niemanden zur Hand haben, mit dem sie sich ins wilde Sexgetümmel stürzen möchten: Zur Not tuts sicher auch eine allabendliche Kuschelsession mit einer Katze, einem Pferd oder Kaninchen. Damit dürftet Ihr, dank fehlender (und bitte, nein, probierts nicht!) Penetration zwar nicht den höchsten Level der Ausgeglichenheit erreichen können, aber sicher ein gesundes Mittelmaß.
 

 
Sony gibt Prestigeprodukt auf
Seit 1999 Weltmarktführer, na eigentlich Monopolist weil einziger Anbieter eines Produktes das Tausende Kunden, und dabei sowohl Technikfreaks als auch Tierfreunde ins Herz geschlossen haben.
Die Rede ist von Sonys Aibo. Die erste Serie, noch als 'limitierter Protoyp' angeboten verkaufte sich so gut, daß eine Serienproduktion und eine kontinuierliche Weiterentwicklung folgte. Die robotikforschung nutzte ihn, mit veränderter Programmierung, intensiv, und vor Allem auf dem asiatischen Markt war der gar nicht mal so günstige 'Robotorhund' der Renner. Das Unternehmen begann sogar mit der Entwicklung eines zweibeinigen Gefährten - dem Qrio - den der Markt allerding nie sehen wird. Denn mit beiden ist seit gestern Schluß. Sony muß sparen und will sich auf seine Kerngeschäft konzentrieren - also auf diverse HiFi Geräte, seine Playstaytion und natürlich auf die Produktion von Filmen und (zusammen mit Bertelsmann von minderwertiger) Musik.

Ich denke mal, damit macht Sony einen Fehler. Sie geben eine ausbaubare Position in einem Markt auf, der sich eigentlich erst gebildet hat. Den werde jetzt ander Unternehmen einnehmen. Und zusätzlich verspielen sie durch diese Politik auch viel Sympathie. Aibo steht für die Verbindung von Technik mit Gefühl, und war damit das perfekte Aushängeschild für einen Konzern der Unterhaltungselektronik an den Mann bringen möchte.

Das ist vorbei. Ab sofort ist Aibo frei, was sicher auch die Aibo- Community erkennen wird, die schon immer Vorstellungen von ihrem Haustier hatte, die der Hersteller nicht unbedingt teilte.

Die entstandene Lücke werden andere Hersteller sicher in Kürze füllen, aber mich beschleicht der Verdacht, daß Sony diesen Schritt bereuen wird.

Wer jetzt noch schnell eins der elektronsichen Haustiere ergattern möchte, kann das ganz unbesorgt tun. Noch sind sie im Handel, und Sony verspricht gar einen Support bis 2011.

Einschläferung auf Heise
Beerdigung auf Golem
 

 
Erkenntnisse des Tages
Unsere Software ist bis auch ein paar Schwierigkeiten 'sonst ganz nett'

Und für nächste Woche wünsche ich mir nette Kunden mit netten Problemen und nicht immer nur den Kram den die Kollegen nicht erledigen wollen.

Übrigens: Das rumänische Handynetz bietet die bisher mit Abstand schlechteste Gesprächsqualität die ich bisher ertragen mußte.

Nachtrag: Und wenn es noch so lange dauert, ich krieg auch den schwierigsten Call gelöst.
 
Von: ericpp um 14:07hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 26. Januar 2006
 
Mitternächtliche Gedanken
Bei einem Gespräch letzte Nacht auch auf die neueste Entführung im Irak gekommen:

e: 'Das ist doch Wahnsinn, ohne Leibwächter'
v: 'Stimmt, aber wußtest Du, daß das Ossis sind?'
e: 'Nee, was hat das mit dem Fall zu tun?'
v: 'Mit denen kann mans machen'
e: 'Du meinst also, Entfürung ist besser als Hartz IV?'
v: 'Ja, aber wenns ans Köpfen geht, hört der Spaß echt auf...'
 

 
Mittwoch, 25. Januar 2006
 
Spin
ein Kurzfilm das man direkt mal mit dem Untertitel 'God is a DJ' versehen möchte.
Fein fein. Hier kucken
 

 
Was suchen?
Wilde Frauen der Welt

Bring mir bitte bitte eine mit!
 

 
Griechischer Nationalwochentag
Blöd ist es, mittochs zum Griechen fahren zu wollen, nur um festzustellen, daß beide Griechen diese Kleinstadt geschlossen haben.
 
Von: ericpp um 15:10hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Dienstag, 24. Januar 2006
 
Und noch ein Lesetip
Ein Bulle der auf einem Boot wohnt und eine dicke Corvette fährt - hätte ich das vorher geahnt, hätte ich mir das Buch vielleicht erspart - und ein paar schöne Stunden verpaßt.

Toxic von Mark T. Sullivan

Aber worum gehts eigentlich?
Eine Leiche wird aufgefunden, durch Schlagengift gestorben. Aber nicht schnell, so wie man es vielleicht kennt, sondern langsam und qualvoll gefoltert. Es dauert nicht lange, und es taucht die nächste Leiche auf, und Bibelsprüche weisen den Weg weit in die Vegangenheit des Mörders...
Der Leser begleitet Detective Moynihan auf der Suche nach dem Täter, durch die Swingerszene San Diegos, vorbei und mitten durch Fußfallen und Fettnäpfchen die ihm im Weg stehen um dann, auf sich allein gestellt, in die Vergangenheit des Täters abzutauchen. Irgendwo mittendrin darf die Corvette dran glaben, während er dafür sorgen muß, daß seine Kollegen und er überleben - denn es gibt nicht nur einen Schlangenfreund in dieser Stadt.
Irgendwie findet man fast jedes Klischee wieder, daß jemals in einer Krimi- oder Serienmörderstory auftauchte. Auch wenn Toxic dadurch ein wenig den Eindruck macht, überladen zu sein, macht genau das auch wieder den Charme aus und gibt dadurch eine gute Mischung ab: aus 'Sieben' und 'Miami Vice'.
 
Von: ericpp um 22:53hread | 0 Kommentare | kommentieren

 
Der Ökothriller
Wale greifen Menschen an, Quallenpest, Killeralgen im Trinkwasser und unter der Meeresoberfläche geht es noch schlimmer ab - Es scheint nicht nur als haben sich die Weltmeere gegen die Menschheit verschworen: es ist Fakt.
Doch wer steckt dahinter? Ist es wirklich eine aufstrebende Macht aus Asien, die sich auf diese Weise an die Weltspitze bringen will, oder wer steuert diesen Angriff?

Der Schwarm von Frank Schätzing
Ich bin noch nicht ganz fertig mit diesem Buch, obwohl es mich schon das ganze Wochenende durch gefesselt hat. Aber ich kanns trotzdem schon weiterempfehlen (und hoffen, daß der Schluß nicht so doof ausfällt daß ichs bereue).

Wer sich schon an der Seite von Robert Langdon wohlgefühlt hat, der kann hier besonders gut abtauchen.
Das Buch ist zwar nicht eine ganz so gewagte Achterbahnfahrt wie die Bücher von Dan Brown, aber vom Stil her recht ähnlich. Auch hier darf man als geneigter Leser den Helden über die Schulter schauen während sie tief in die Geschichte hineingezogen werden. Durch gut plazierte wissenschaftliche Hintergrundinformationen hat man das Gefühl, zusammen mit den Helden die kleinen und großen Rätsel zu lösen.
Und ab und an gibt es auch mal eine Verschnaufpause zum Beispiel, wenn sich der Meeresforscher Johanson in seiner Hütte verkriecht, oder der Inuit Anawak sich ins Land seiner Vorfahren begibt.
Zwischendurch darf man auch mal einen Blick ins Weiße Haus werfen um festzustellen daß der US-Präsident im Buch auch nicht grade intelligenter ist als der echte - und zur Entscheidung über Krieg und Frieden erstmal die Bibel zu Rate zieht.
Sehr fein ist, daß Schätzing nicht nur zwei Helden präsentiert, sondern gleich einen kleinen Pantheon an Identifikationsfiguren erschafft, die gemeinsam auf die Lösung zuarbeiten - und natürlich den ein oder anderen Konflikt untereinander austragen - Menschen eben.
 

 
Urlaub in Kuba gefällig
Wer gerne mal ein paar beschauliche Jahre im Feriencamp Guantanamo verbringen möchte, erhält hier die Anleitung wie er auszusehen hab, damit die Warscheinlichkeit dafür steigt.
Gerüchteweise wurde diese Liste vom BKA erstellt, was aber bei Fefe nicht bestätigt werden kann.

Darüber gefallen bin ich durch einen Artikel auf Telepolis
 
Von: ericpp um 16:31hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren