Samstag, 22. Oktober 2005
 
Belesen
Während meiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker bei einem größeren (haha!) deutschen Telekomikerkonzern - ich fing damit übringens zur besten 'Wie Bitte!?' - Zeit an hatte ich ein kleines Zimmerlein im Kolpinghaus - mitten im Zentrum von Trier.
Neben den Vorzügen einer Einkaufsstraße (samt Dönermännern und Goldenem 'M', man war ja jung) hatte ich es auch nicht weit bis zu Stadtbücherei: die Dietrichstraße hoch, quer über den Hauptmarkt, und auf dem Domplatz dann links, schon war ich da.
Das habe ich natürlich gerne genutzt, und mir die Bettlektüre für so manchen Winterabend besorgt. Richtig entzückt war ich deswegen, als ich letzten Samstag entdeckte, daß die Frankfurter Stadtbücherei ebenfalls wieder in Laufnähe liegt.
Heute habe ich mir schonmal den Ausweis besorgt, und sobald ich 'The Stand' re- liest habe, werde ich mich dort mal umschauen. Der Winter kann kommen.
 
Von: ericpp um 00:59hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Katastrophenreigen
Amerika leckt sich noch die Wunde, die Kathrina geschlagen hat, da rast schon der nächste Hurrican heran - zur Zeit schleift er die Küsten von Mexico - und es ist zu erwarten, daß die Bilder eines zerstörten Urlaubsparadieses (und von flüchtenden Touristen) auch diesmal wieder die Spendenbereitschaft hochtreiben werden - zumindest mehr, als es den Untergang einer Stadt in den arroganten USA konnte - und hoffentlich auch mehr als im kaputtgebebten Pakistan. Dort sitzen die Leute, zwei Wochen nach dem Beben, immer noch auf den Trümmern ihrer Heimat, warten vergeblich auf Hilfe während sich die Regierung lieber mit dem Nachbarland Indien streitet wie geholfen werden soll.
Mexico und Pakistan - in beiden Ländern wird dringend Hilfe benötigt werden. vielleicht kann sich der ein oder andere Leser ja dazu bewegen, die obligatorische Weihnachtsspende ein paar Wochen früher auf den Weg zu schicken?
Ein Spendenkonto nenne ich einfach mal keine, wer sucht, findet schon das richtige.
 
Von: ericpp um 00:03hworld | 0 Kommentare | kommentieren

 
Argh! Rotlichtzone
Im Ikea sah sie ganz harmlos aus - die orange Papierlaterne.
Nachdem ich sie in meinem Schlafzimmer aufgehängt habe, mußte ich aber feststellen, daß das überhaupt nicht mehr orange ist - und daß das ganze Schlafzimmer nix anderes mehr als rot ist wenn die an ist.

Aber... irgendwie hübch ist es so ja schon.
 

 
Montag, 17. Oktober 2005
 
ES tut gut
wieder an die Weltgeschichte angeschlossen zu sein.

Und jetzt werd ich mich direkt wieder abklemmen, will ja morgen wieder früh raus - hab immerhin noch viel zu tun.
 

 
Donnerstag, 13. Oktober 2005
 
Unerwartet, aber pünktlich auf die Minute
Als ich heute mittag nach Frankfurt unterwegs war wollte ich eigentlich nur die Schlüssel für meine neue Bleibe abholen, die Maklerin bezahlen (sie hatte drauf bestanden), und nochmal die neue Bleibe besichtigen.
Die Punkte eins und zwei auf der Liste haben einwandfrei geklappt. Zusätzlich hab ich noch so lustige Dinge erfahren wie, daß der gute Teppichhändler im Erdgeschoß zumacht und dafür ein Erotikprovider einziehen wird - das läßt doch auf gute Nachbarschaft hoffen! Solange er sich ruhiv verhält und mir ab und an eine DVD unter der Tür durchschiebt hab ich ja nix dagegen ;-)

Allerdings wurde mir Punkt 3 durchkreutzt. Schuld war eine ganz unerwartete Seite: mein Auto.
Das meinte nämlich schon bei der Anfahrt, rumspinnen zu müssen, setzte sich, meinem Begehr, welchen Gang ich wünsche, entgegen, knarzte laut beim enlegen des Rückwärtsgangs und blieb dann einfach mal stehen - mitten auf der Offenbacher Landstraße.
Neu anlassen?
Fehlanzeige.
Batterie leer?
Ja, so sah es aus.
Also hab mal eben die nächsten nett aussehnden Autofahrer gebeten, mir Starthilfe zu geben. Gut, daß ich die Kabel dafür immer dabei hab.
Natürlich hab ichs dann erstmal geschafft, mittels Verpolen die Batterie meiner Helfer teilzuentladen (und die Kabel zu verglühen - ich bin auch ein Idiot), aber letzten Endes rollte ich wieder. Auf der Rückfahrt stellte ich dann fest, daß sich wohl meine Kupplung kurz vorm Abschied befindet. Gedrückt quietschte das Mistviech ohne End' und die Gänge einzulegen erfoderte einen zuvor nicht gekannten Kraftakt. Letzten Endes war ich also froh, daß ichs bis zu meiner Werkstatt geschafft hatte, wo ich meine Verdacht bestätigt bekam: Es ist die Kupplung. Und Glück im Unglück: Ich bekomme sie bis morgen gemacht, ist doch perfekt!
Der einzige Nachteil: Das ganze kostet natürlich auch wieder Geld. Aber das kann ich wohl nicht verhindern.
 

 
Donnerstag, 13. Oktober 2005
 
Diagnose: Extremes Aufmerksamkeitsdefizit

Heilung: No Chance
Leute, die keine Freunde haben, erkennt man spätestens auf den zweiten Blick. Am letzten Freitag brauchte ich bis zum zweiten. Und das ging so:

M. und meine Wenigkeit waren auf dem Weg vom Broterwerb gen Heimat und fuhren gerade in Mainz ein, Ich als Beifahrer, M. als lenkende Persönlichkeit. An der zweiten Ampel sehe ich was im Augenwinkel, blicke nach rechts und da war er - gestikulierend, daß ich doch die Scheibe herunterkurbeln solle. Ich tue ihm den Gefallen, es könnte ja was am Auto sein.
Mit den bedeutungsschwangeren Worten '40 Euro und 1 Punkt in Flensburg' eröffnete er die Unterhaltung und weidete sich erstmal in meinem fragenden Blick.
'häh?'
'Soviel gibts fürs telefonieren beim Autofahen. Blah blubber blupps blahh....'
Dann war meine Scheibe wieder oben und unser Dialog war zu seinem Monolog geworden. Er glaubte also, meinen Fahrer telefonierend am Steuer gesehen zu haben. Leider keine gute Grundlage für ein interessantes Gespräch. Schade für ihn.
Er sollte sich lieber mal Freunde suchen, und nicht so ein Wixerverhalten an den Tag legen.
 
Von: ericpp um 00:25hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Referrer des Tages

Und Google findet mich doch!

Und zwar auf Platz eins für:
google findet mich nicht
Da bleiben doch nur zwei Fragen:

- Wer sucht nach sowas
- Und widerspricht es sich nicht, wenn ich bei einer solchen Suche ganz ganz vorne lande?
 

 
Gewonheiten
Jetzt fang ich schon an und will eine geschriebene Email vorm Verschicken kopieren um den Text ins Ticketsystem einzufügen.

Wär ja eigentlich eine tolle Sache: Ein Ticketsystem, in dem man seine Freundschaften pflegen, Anrufe vermerken und sich ans Mal- wieder- anrufen erinnernlassen kann.
Und wie im real existierenden Berufsleben werden Freundschaften die man nicht ordentlich pflegt eskaliert - an Mutti, den Dorfpfarrer oder den Psychodoc...

Und ich würde trotzdem wetten, daß ein solches Programm der Renner werden würde.
 
Von: ericpp um 22:35hlive | 0 Kommentare | kommentieren

 
Schleimschleim
Der Vermieter war grade da und hat den Zweitschlüssel abgeholt - damit Frau Maklerin auch mal tagsüber Interessenten durch die Wohnung führen kann. Sie hätte sich beschwert. Scheiß drauf, ich lauß doch keine Wildfremden in Abwesenheit durch meine Habseligkeiten marschieren.
Noch ein wenig Höflichkeiten ausgetauscht, bin mal gespannt drauf, ob diese Woche noch jemand von den vielen möglichen Nachmietern zu Besucht kommt - oder ob die Beschwerde von Frau W. nur eine Ausrede war.

Gut, daß ich gestern Abend ein wenig Chaos hinterlassen hatte, so konnte ich den Vermieter samt Gattin (die schon ganz besorgt kucken ging, ob ich den Balkon noch drangelassen hab) recht schnell wieder rauskomplimentieren.
Und tschüß, versteh'n Sie sicher, ich hab noch ein wenig zu tun.