Sonntag, 17. April 2005
 
Scheißwetter
Das wars wohl wieder mit April.

Heute ist es einfach nur konstant trüb. Trüb und kalt, da fröstelt es mir ja schon wenn ich aus dem Fenster kuck.
Ab und versucht die Sonne durchzubrechen, wird aber direkt wieder von einem kack- Wolkenschleier verhüllt.

Shit, ich hatte gehofft, wenigstens heute nochmal sowas wie Sonne abzukriegen, aber das kann ich mir wohl aus dem Kopf schlagen.
 
Von: ericpp um 17:05hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren

 
Mittwoch, 23. März 2005
 
Wo sind se hin?
All die Leute, mit denen ich schonmal nen guten Abend verbracht hab, die ich einfach so, ohne Grund aus den Augen verloren hab?
Und hey, für was gibts Telefonnummern?

Hab grad ein gute Gespräch hinter mir - sollt ich vielleicht öfters tun :-)
 
Von: ericpp um 22:54hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren

 
Dienstag, 15. März 2005
 
Deutschlands neue Generation oder immer wieder C.

Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben
daß wir irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars...
werden wir aber nicht!
...und das wird uns langsam klar!
Tyler Durdon

Mal wieder mit C. telefoniert. Sie wollte sich ja irgendwann letzte Woche melden - hatte sie natürlich nicht, wie so oft. Nachdem ich also freitags mal nachfragte hat sie heute also zurückgerufen.

Besser hört sie sich immer noch nicht an. Ihrem Umfeld scheint es nicht zu gefallen daß sie nix tut - weder ihrem Freund (der sich derzeit bewirbt weil er in der Firma gemobbed wird), noch ihren Eltern, denen sie derzeit den ganzen Tag aufn Sack geht. Entsprechend 'geschult' war sie in Rechtfertigungssprüchen und konnte eine ganze Litanei herunterbeten deren Kern inetwa so lautet daß sie keine Lust auf nix hat, und sehr viel Trotz und Wut, die sie nicht kreativ abgeladen bekommt. Und Selbstmitleid, weil sie jetzt schon fast 3 Monate nichts zu tun hat und weil ja ihre Freunde alle nichts mehr mit ihr zu tun haben wollten. Ja, sie telefoniere mal mit der ein oder anderen...
Zeitarbeit, Kellnern, Studentenjob - Da sie eh kaum Arbeitslosengeld bekommt weil frische Ex- Azubi wäre doch alles besser als daheim zu versauern und übers klamme Salär zu jammern aber nein.
Briefmarekn sind ja auch zu teuer und von Bewerbungen per Email haben wir ja noch nie gehört...
Von ihrem tollen Job in Spe hat sie auch noch nichts neues gehört, naja, Beamtenapparat eben, die brauchen halt länger. Und zur Not gäbs ja noch Fachabitur und ein sinnloses Studium - nur Hauptsache nicht für sein Auskommen tun.

Was mich bei ihren Aussagen wohl am meisten ärgert ist, wie frei heraus sie sagt daß sie einfach keine Lust hat, auch nur einen Finger zu rühren, den Kopf in den Sand steckt und darauf vertraut daß das große Ding mit dem Rüssel nicht über sie drüberstampft.
War ich mal so? Vielleicht wär ichs ja geworden wenn sich mir nicht vor 7 Jahren gute Chancen geboten hätten, wenn für mich nichts auf der Welt schlimmer sein könnte als für längere Zeit mit meiner Mutter unter einem Dach zu sein, wenn ich nicht immer das Gefühl gehabt hätte, daß mir das Leben noch etwas schuldet und es nicht freiwillig herausrückt...
Hey, und ich war ein Teil der Null Bock- Generation. Wie heißen dann wohl die heutigen Sprößlinge?

etwa Generation Hartz?
 

 
Sonntag, 6. März 2005
 
Donnerstags auf dem AB
C. hatte mir was draufgesprochen. C. die sich seit 2 jahren einen Sport daraus gemacht hatte, Verabredungen in letzter Minute zu canceln, zumindest bis ich angefangen habe, Verabredungen aus fadenscheinigen Gründen zu vermeiden, bis ich mich immer seltener bei ihr gemeldet hab. C. die nur an 'besonderen Terminen' wie Fastnacht, zu denen ihr Freund keine Lust hatte, ihre Verabredungen einhielt. C. die ich im letzten Jahr, obwohl sie im selben Stadtteil wohnt, grade mail eine Handvoll mal gesehen habe.
Und die C. die sich für einen Job beworben hat, der - meiner Meinung nach - überhaupt nicht zu ihr paßt und den sie nur machen will (sie ist noch nicht einmal ansatzweise angenommen) weil sie keine Lust hat die Verantwortung für ihr Leben selber zu tragen, keine sonstigen Bewerbungen zu ihrem Lehrberuf schreiben will, die Träume von wegen Studium anscheinend auch bereits über Bord gekippt hat. (Der komplette Abschnitt beruht auf einer Vermutung von mir)
Genau die C. meldet sich also bei mir und will mich gerne sehen.
Ist es ihr in ihrer jetzt 2- monatigen Arbeitslosigkeit so langweilig geworden?
Oder täuschen mich meine Ohren nicht, daß da noch mehr ist? Streß mit der Familie? Mit ihrem Freund? Darf ich jetzt als Abladeplatz für ihre Sorgen und Nöte herhalten und das, nachdem sie so lange keine Zeit und Lust für die meinen hatte? Oder meint sie es doch ernst und will unsere 'Freundschaft' wiederbeleben?

Wie auch immer, ich bin ja doof, und ich hab die Zeit und kann die Gesellschaft brauchen. Ich werde sehen was draus wird.
 

 
Freitag, 4. März 2005
 
Neue Umgebung
Wenn man in eine neue Umgebung, unter neue Menschen kommt, trifft man auf Beziehungen die schon länger existieren, auf Charaktere, die auf die unterschiedlichste Weise miteinander auskommen - oft genug gezwungenermaßen und nur im Glücksfall freiwillig.
Gemäß dem Gesetz der 5 (Wilsons und Sheas 'Illuminatus') sind zwischenmenschliche Beziehungen unter mehr als 5 Leuten absolut unberechenbar. Und ich glaube, diese Regel stimmt.

Obwohl sich alle duzen und die Beziehung allgemein gut ist herrschen doch hier und da Spannungen. Ein Kollege scheint aufgrund seines Aussehens sehr zu Prügelknaben herhalten zu dürfen, begegnet mir auch sehr kritisch - wartet er darauf daß ich in den Chor der Spötter einfalle?
Die Kollegin, die die Situation schon drei Wochen länger beobachtet und mir bereitwillig über ihre Beobachtungen erzählt - tatktiert sie oder versucht sie zu intrigieren?
Die gesamt Crew die stark zusammenhält, unbedachte Zitate meiner Kollegin ungehemmt untereinander austauscht - werden sie mich/uns integrieren?
Ich finde sie bisher - allesamt - recht nett und umgänglich - jeden mit seinen Eigenarten. Und bisher scheint nicht allzuviel dafür zu sprechen, daß sie mich persönlich nicht mögen. Ich hoff das bleibt so.
 

 
Samstag, 19. Februar 2005
 
Aussprache - oder so ähnlich
Mitten in der Nacht. Über eine Stunde unterwegs auf einer verschneiten Bundesstraße Vater Rhein entlang konnte ich das Thema dann endlich anschneiden.

Das war die Rückfahrt von einem sehr vergeblichen Ausflug dessen Genuß ich uns dann doch nicht vermiesen wollte - aber das schafften wir dank Nichtausdenpöttenkommen und heftigstem Schneegestöber, Schnee auf der Autobahn und Schnee Schnee Schnee sowie viel zuvielen Besuchern für einen viel zu kleinen Club sogar von selber. So langsam sollte ich auch mal klüger werden und wissen daß Headliner auch in kleineren Städten ein größeres Publikum anziehen und auf kleine Feiertouristen die sich eine Anfahrt von 100km oder mehr oder auchn Bißchen weniger leisten eben doch keine Rücksicht genommen wird. Wir kamen bis zur Tür und nicht weiter. Und meine, dank einer anstrengenden Fahrt eh schon geknickte Stimmung erreichte sehr bald den Tiefpunkt und ich drängte zum Aufbruch.

So fanden wir uns dann beide schlecht gelaunt wieder auf dem Rückweg auf eben jener Bundesstraße wieder. Und ich wollte wissen, hören was mir doch eh schon bekannt war.
Viel Neues gabs nicht zu hören. Die Gefühle, die nie so wirklich erblühten, denen ich aber gerne eine Chance gegeben hatte, verkümmert, verdrängt, verjährt. Dazu würde ich sie eh nicht verstehen - wenn man keine Chance dazu bekommt stimmt das sicher.
Dann gings weiter über Pläne, Träume und ich durfte wieder feststellen wie sehr sie versuchte meine Ratschläge zu ignorieren, oder zu entschuldigen daß sie sie nicht beachten kann. Ihr Job, den sie nicht mag aber ohne den sie auch nicht kann darf mal wieder für alles herhalten.
Die Sache, daß sie eine phantastische Begabung hat, für sich Unangenehmes zu ignorieren wollte sie erst nicht sehen. In dem Sinne ist es wohl wirklich besser, getrennter Wege zu gehen, denn wenn sie die Entscheidungen für ihr Leben doch alleine treffen will, ist eine Partnerschaft nicht möglich. Dagegen fiel ihr negativ (hallo?) auf, daß ich gerne ihren Ratschlägen lauschte. Sie käme sich ja schon wie eine Lehrerin vor.
Zuletzt gings dann über die eigenen Pläne? Familie, Gedöns, Traumpartner, Fehler bei der Partnerwahl. Ich wär ja immerhin schon eine Verbesserung gewesen. Aber jetzt müßte der Wahre bald ran, sonst klappts ja nicht mehr mit den Plänen.
Und was ist mit meinen? Pläne, Träume - die hatte ich mal. Einige gingen in Erfüllung, andere starben qualvoll. Für wen oder was soll ich denn auch großartige Pläne schmieden? Ich schaue daß ich meinen Spaß habe und freue mich mit jedem der mir über den Weg läuft. Aber großartig Energie für ein Luftschloß verschwenden kommt mir nicht mehr in den Sinn.
Eine Traumfrau? Nein, da habe ich kein Gesicht, keine Haar- oder Augenfarbe und keine Figur vor Augen. Und Charaker? Kannn ich auch nur sagen was ich nicht will.

Noch schläft sie nebenan. Irgendwann heute Nachmittag wird sie heimwärts fahren. Ob eine Freundschaft draus wird? ich weiß es nicht zu sagen.
 

 
Donnerstag, 17. Februar 2005
 
Coming h0me
Es ist schon ein seltsames Gefühl, sie nicht weit weg zu wissen.
Immer wenn ich spät abends heimkomme (und das ist diese Woche ja schon öfter passiert) wandern meine Augen erstmal zu meinen Wohnungsfenstern hoch - hoffen insgeim Licht zu erspähen, ersehnt ein andere Teil von mir, aufzusteigen und beim Betreten der Wohnung einen fremden und doch wohlvertrauten und hochwillkommenen Duft wahrzunehmen, willkommengeheißen zu werden, in den Arm genommen, geküßt...
Doch alles vergeblich, die Fenster sind dunkel, innen erwartet mich nur mein eigener Duft - und dem vom Chaumes, leckerer Käse übrigens.

Die Sehnsucht stirbt eben zuletzt.
 

 
Dienstag, 15. Februar 2005
 
Verschweigen
So, wie sie sich aus meinem Leben zurückgezogen hat, in demselben Maß läßt auch meine Bereitschaft nach, von ihr zu erzählen.
Wenn ich daran zurückdenken, daß ich meiner Schwester zu Weihnachten eingestanden hatte, daß es nicht so doll läuft, war das doch nur der Anfang - denn 4 Wochen früher wollte ich es selber noch nicht sehen. Im Januar wurde es mir dann schon klarer. So wußte A. immer recht gut bescheid - klar, er sieht mich zweimal die Woche, irgendwie möchte die Zeit mit Gesprächsstoff gefüllt werden. W. mit dem ich seit Langer Pause erst wieder zu tun hatte (my fault) habe ich erst gar nix erzählt - warum auch von einer Sache erzählen die doch gar nicht mehr wahr ist? Gegenüber G. einem weiteren Bekannten habe ich auch erst zögerlich herausgerückt, wie es steht. Besser als wenn er laufend nachfragt.
Heute am Telefon hab ich dann gemerkt, daß ich darüber bereits hinaus bin. U. wollte sich für eine Kochsession anmelden, dummerweise morgen wo doch mein Testat an der FH ist. Als Ausweichtermin hat der den Donenrstag angeboten, wollte mich dann aber direkt für den Samstag zu W. einladen. Abgesehen davon daß ich es gar nicht mag, ohne Absprache mit einem Gastgeber zu diesem eingeladen zu werden (ist das altmodisch? egal, ich mags nicht), ist da ja noch diese Wochenendangelegenheit - und ich weiß ja nicht, wie lange sie überhaupt zu bleiben gedenkt. Zum Glück brauchte ich nicht nach einer Ausrede zu suchen, denn am Samstag wird mein Inserat ja wieder geschaltet und so habe ich eh am Telefon auszuharren - was U. auch direkt verstand. So bliebs denn doch beim Donnerstag.

Argh, ich freue mich eh wie doll auf den Samstag. Wahrscheinlich, hoffentlich, sicherlich ein kleines Dutzend Anrufe zu bewältigen, dazu übernächtigt von der Nacht, die ich, nicht alleine, im Ludwigshafener Ludwiq zu verbringen gedenke, und dann noch eine Sie an meiner Seite von der ich nicht weiß was ich zu denken, geschweige denn zu fühlen habe.
 
Von: ericpp um 23:08hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 10. Februar 2005
 
Heute ist Donnerstag
Das heißt, sie wird wieder anrufen.

Beliebiges Gerede um den heißen Brei herum, wir erzählen uns gegenseitig wie die Woche war, was wir am Wochende vorhaben oder auch nicht vorhaben. Scherze hin, Scherze her, aber auch mal über ihren Job, wie stressig ihre Woche war (von meiner brauchen wir ja nicht zu reden), über Musik... Es fallen sicher ein paar Sticheleien über meinen angeblichen schlechten Geschmack, aber da kann ich inziwschen mithalten.
Summa Summarum werden wir uns einfach verhalten wie Freunde, die sich einmal die Woche über dies und das unterhalten - nur wie wir zu diesem Status kommen, darüber wird wieder kein Wort fallen, Andeutungen meinerseits in die Richtung wird sie einfach ignorieren, Annäherungen abblocken.
Und irgendwann wird sie das Gespräch beenden wollen wegen egalwas und mir wirds schon egal sein weil ich mein Bißchen Munition schon verschossen habe.

Ich hoffe, morgen scheint die Sonne, damit ich zumindest flott wieder meine gute Laune zurückbekomme...
 

 
Sonntag, 30. Januar 2005
 
Wie entfliehen?
Nächstes Wochenend ist es soweit - Fastnacht. So eine Art Nationalfeier in Rheinhessen.

Irgendwie hab ich da aber gar kein Bock drauf. In den letzten Jahren hab ich ja zumindest die Kneipenfastnacht mitgefeiert, auf den Zug konnt ich schon immer dankend verzichten.

Jetzt bin ich nur am überlegen was ich anstellen kann, damit ich möglichst wenig davon mitkrieg wenn alles mit Pappnase durch die Gegend rennt. Einer Flucht in weniger peinliche Regionen steht leider mein Budget im Weg, aber einfach nur Vorhänge zuziehen und abwarten ist auch nicht so meins...