Dienstag, 15. März 2011
 
Kaschiwazaki-Kariwa
Bisher war ich ja der Meinung, daß nur ein Land auf dieser Welt blöd genug wäre, ein Kernkraftwerk mitten auf eine Erdbebenspalte zu setzen.
Nunja, zumindest ist ein Land auf dieser Welt blöd genug, das hinterher zuzugeben und es wieder abzureißen.

Ganz anders dagegen die Japaner. Gut, die haben nicht viel Wahl, schließlich wurde ihr Land durch diverse Erdbeben erst aufgeschüttet und entsprechend bleibt nicht viel Platz, wenn man Abstand zu den Spalten halten will, aber trotzdem: das AKW Kaschiwazaki-Kariwa schlägt alles. Eine kleine Chronologie gefällig?
- Der erste Reaktor wurde 1985 gebaut, und das obwohl eine Erdbebenspalte direkt auf den Standort zulief.
- Bis 2003 wurden weitere 6 Reaktoren dazugebaut, damit ist es das leistungsfähigste AKW der Welt
- Bereits 2002 wurde bekannt, daß der Betreiber Tepco* über 16 Jahre die Sicherheitsberichte gefälscht hatte! Es folgte 1 Jahr Auszeit.
- 2005 klagten Anwohner, die der Meinung waren, die 1985 gefundene Erdbebenspalte würde das Kraftwerk gefährden. Ein Gericht entschied (!!!) daß dem nicht so sei
- 2007 gab es ein Beben in der Gegend mit einer Stärke von 6,8 - das Kraftwerk war nur auf 6,5 ausgelegt, überstand aber wohl halbwegs unzerstört.
Dummerweise stellte man jetzt doch fest, daß die Erdbebenspalte - und das trotz richterlicher Verfügung unter dem Kraftwerk durchgeht.
- Nichtsdestotrotz wurde das AKW Anfang 2009 wieder hochgefahren und ist immer noch in Betrieb.


*Tepco betreibt betrieb auch Fukushima I, der Vorfall von 2002 betraf alle AKW dieses Betreibers
 
Von: ericpp um 12:55hworld | 0 Kommentare | kommentieren

 
nur um Angie zuvorzukommen...
Hiermit melde ich Urheberrecht an den Wortmarken 'Brückentechnologie Plus', 'Atomausstieg Plus' und 'Laufzeitverlängerung Plus' an.

Solltet Ihr, liebe Bundesregierung, also versuchen, uns den 'alternativlosen' oder 'unabwendbaren' Weiterbetrieb von Biblis und anderen Schrottreaktoren über das Jahr 2050 hinaus unter diesen Namen schmackhaft zu machen, muß ich Euch leider leider auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagen.

Moratorium, my Ass!
Für wie doof haltet Ihr eigentlich Eure Wähler?
Ein kleines Bißchen Aktionismus heucheln wird den Mappus auch nicht mehr retten. Der hat sowas von verkackt, der kann nur hoffen, daß Siemens ihn wieder Telefonanlagen verkaufen läßt.
 
Von: ericpp um 11:34hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren

 
Donnerstag, 10. März 2011
 
Er geht wie er gekommen ist
Mit 'Smoke on the water' fing seine Karriere als Verteidigungsminister an: Nachdem deutsche Soldaten einen Tankwagen, der bei Kundus in einem Fluß steckengeblieben war, abfackelten mußte F.J. Jung gehen und der Ölpinz übernahm den Posten.

Nicht daß er ihn gut erledigt hätte, aber es bedurfte doch ganz anderer Gründe um ihn gehen zu lassen. Ja, und welches Liedlein will er zu seinem Abschied hören? Genau: Smoke on the Water - von Deep Purple. Vorgetragen von der Blasmusikkapelle der Bundeswehr muß das ja ein wahrer Ohrenschmaus sein.
Zumindest muß ich mir das nicht antun.

Dabei kann sich das Stück sogar mit antiken Instrumenten richtig gut anhören, wie hier ein paar Schweizer eindrucksvoll beweisen:


Aber das wäre zuviel des Guten fürs Drei- Wetter- Taft...
 
Von: ericpp um 19:19hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren

 
Dienstag, 8. März 2011
 
Wann bekommt eigentlich
Dr. Sommer aus der Bravo seinen Titel aberkannt?
 

 
Freitag, 4. März 2011
 
Häßlich, aber spendabel
Gut, auf Erinnerungsfotos macht Carsten Maschmeier nicht viel her. Selbst das Ferres direkt neben ihm macht seinen Anblick nicht wett.
Aber eine Freundschaft mit dem Paar lohnt sich trotzdem. So bekam der GröKaz Gerhard Schröder kurz nach seinem Abschied aus dem Kanzleramt, quasi als Abschiedsgeschenk, eine satte Million Euro ausgezahlt.

Angeblich für die Memoiren. Man darf aber mal spekulieren, obs nur darum ging böse Sachen aus dem Schröder- Buch rauszuhalten, oder obs doch ein nachträglicher Dank für wohlfeile Politik war.

Aber hey, es war ja nur Schröder. Der schenkte Putins Gazprom auch kurz vor Abgang eine Pipeline um dann bei eben diesem Konzern anzuheuern.
 
Von: ericpp um 12:10hthoughts | 0 Kommentare | kommentieren