Montag, 6. November 2006
 
Wie man Links so ein wenig versteckeln kann
Da es grad so schön zum Thema paßt. Jeder Blogger und auch so mancher andere Internetuser kennt doch die Situation:

Da schreibt man sich mit viel Mühe und Herzblut einen Text zusammen über eine Person oder eine Geschäftsmethode, die man persönlich absolut kacke findet und dann das Dilemma: Natürlich möchte man es dem werten Leser nicht vorenthalten, sich seine eigene Meinung zu bilden. Also muß ein Link gesetzt werden.

Links haben aber auch Nachteile:

Auf der einen Seite sind Links inzwischen ein wertvolles Gut geworden, denn Suchseiten wie Google zählen Links und ermitteln unter Anderem daraus, wie wichtig eine Site ist. Wer gefunden werden will, braucht also Links, viele Links. Und wer keine brauchbaren Inhalte hat, aber trotzdem gefunden werden will, erschummelt sich seine Links auch bisweilen.

Andererseits kann der Webmaster der verlinkten Seite Deinen Text durch den Referrer einfacher finden, was ja auch nicht immer gewünscht ist - zum Beispiel bei Threads in Foren, oder wenn dein Blog nur wenigen Freunden bekannt ist und das auch bleiben soll.

Ein ähnliches Problem haben auch die Betreiber von Webmailangeboten - da soll ja auch nicht jeder die Ursprungsseite erraten und sich dadurch gar in Deinen Mailaccount hacken können. Das ist aber schon oft genug vorgekommen. Und genau deswegen leiten Webmailprovider externe Links nur noch über sog. Derefer- Seiten weiter - Also Webseiten mit einer neutralen und - nach dem Aufruf - nutzlosen URL die nichts über den Account verrät von dem aus sie aufgerufen wurde.

Sowas läßt sich natürlich auch ohne Webmailinterface realisisieren und nennt sich dann zum Beispiel Derefer.org.
die Funktionsweise ist sehr einfach: Man gibt Deferer die aufzurufende URL mit, Dereferer leitet über eine Reloadfunktion auf die Zielseite weiter - es gibt keinen Referrereintrag am Ziel - nein, auch nicht von Dereferer - und die Links werden natürlich alle für Dereferer gezählt.

Na, wenn das nicht gut ist.
 

 
Ich fühle mich irgendwie hintergangen
Da stemmt eine netzweit bekannte Person extra eine neue Website um angebliche Versprechen im Internet aufzudecken und was ist - er hat vergessen, so berühmt- berüchtigte Raubkrepierer wie meine Wenigkeit aufzunehmen.
Ich fühle mich hintergangen, entblößt, ich wittere eine große Verschwörung dahinter - das macht dieser Kerl doch sicher nur darum nicht, weil er Angst hat, ich könnte durch eine Nennung einen neuen Highscore im Google- Ranking aufstellen, und dann durch Werbeschaltungen zum Multimilliardär aufsteigen was er selbst, dank eigener Dilettanz, bisher nicht geschafft hat. Ein Neidverstoß, wie er niederträchtiger nicht sein könnte...

Okay, genug gescherzt. Mancher wird erraten haben um wen es geht, andere mögen den Links folgen und sich informieren:

keine Links für Dialer- Parasiten auf S.R.B.G.
Rachefeldzug als 'ehrenhaftes Anliegen' getarnt bei Netgeflüster
Für was rel="nofollow" gut ist bei Missi

Und daß alles nur, weil sich ein Blogger ungern abmahnen läßt - aber sich zu wehren ist ja böse, sowas tut ein treuer Bürger nicht, vor Allem nicht, wenn der Abmahner auch noch in der Hohen Politik tätig (wie Umweltminister Sigmar Gabriel) oder mit solchen Leuten befreundet ist.

Und wem es bis jetzt noch nicht aufgefallen ist: Ja, ich tue das gerne, richtige Blogger verlinken.

Linkliches: Auch für Menschen die das Internet noch nicht verstanden haben, stellt obiger Text meine persönliche Meinung als Privatperson dar. Sollte Sie Ihnen nicht gefallen, ist das erstmal Ihr Problem. Sie können mir aber gerne einen freundlichen Kommentar hinterlassen oder mich über den Button 'Email' im rechten Bereich direkt kontaktieren, falls sie Verbesserungsvorschläge haben. Eine Antwort behalte ich mir nach wohltuender Sichtung vor.
 

 
Überlegung
Es bleibt kalt die nächsten Tage.

Aber es bleibt trocken, und es wäre nochmal ne gute Gelegenheit, Claudine mit zur Arbeit zu nehmen.

den Weg heimwärts, durch den dunklen dunklen Wald kennen wir ja inzwischen zur Genüge...
 

 
Erfahrung
Beim richtigen Japaner, also bei dem der nicht nur Sushi kredenzt, bekommt man zum Essen ein kochendheißes, feuchtes Handtuch serviert.
Das größte Problem damit schien übrigens die Bedienung zu haben, die die Tücher mit allergrößter Vorsicht (daß sie nicht laufend 'heiß! heiß!' schrie war ein Wunder, aber es war lustig anzusehen) auf den Tisch bugsierte.

Dafür sind sie aber auch eine sehr tolle Erfindung. Wenn man seine Hand hineinlegt, fühlt es sich an wie die Bettdecke am frühen Morgen, inetwa 10 Minuten nachdem man eigentlich hätte aufstehen sollen - soooo schön warm während draußen die böse kalte Welt wartet...
 

 
Was ein Leben
Morgens aufwachen, gemütlich im Bett liegenbleiben, das aktuelle Buch lesen, aus der nebenanstehenden Schachtel lecker Weizenpops frühstücken und irgendwann dann doch mal aufstehen.

Falls ich also in den letzten Tagen ein wenig unterrepräsentiert war - ich war beschäftigt