Dienstag, 21. Dezember 2004
 
Tattergestelle
Früher glaubte ich, diese Dinger wurden nur erfunden, damit Verfolgungesjagden in zweitklassigen US- Komödien genau dann durch ein scheinbar witziges Element 'aufgehalten' werden, wenns anfängt langweilig zu werden.
Plot:
Bullen verfolgen bösen Verbrecher. Verbrecher macht den dummen Fehler falsch abzubiegen. Denn die Bullen kennen die Gegend besser und nehmen die abkürzende Strecke. Doch leider umsonst, ist es doch eine enge Gasse die grad in dem Moment von einer Omi, die sich zitternd mit einem Aluminiumgerüst über die Straße bewegt, blockiert wird. So verstreichen kostbare Sekunden und die Bullen hängen am Ende umso weiter hinter dem Verbrecher...
PS: keine Ahnung mehr was das für ein Film war, aber ich glaub solche Situationen wurden in mehreren weniger witzigen Filmen ausgeschlachtet
Leider scheinen diese Gestelle inzwischen auch hier angekommen zu sein, aber direkt in der sportlichen Version - mit vier Rädern untendrunter - auch wenn das die Geschwindigkeit auch nich wirklich erhöht. In letzter Zeit sind mir jedenfalls schon mehrere ältere Damen mit diesen Dingern aufgefallen.
Ganz arg sind dabei übrigens zwei Frauen in meiner Straße. Offensichtlich vermuten sie, daß sie aufgrund der angebrachten Räder nicht mehr als Fußgänger gelten und somit auf die Straße gehören - und tattern so gemütlich mitten auf der Fahrspur vor sich hin - natürlich nebeneinander, Frau will ja miteinander schnacken.

So, mußte ich mal loswerden, weils halt schon ärgerlich ist, wenn man wegen einem solchem Verkehrshindernis nicht vorwärts kommt.
 

 
Auch der Spiegel kennt die Problematik
In einem - meiner meinung nach - guten Artikel berichtete heute auch der Spiegel über die derzeitige Problematik zur Richtlinie für Software- und Trivialpatente in der EU:

Softwarepatente helfen nur Microsoft und Siemens
 
Von: ericpp um 21:01hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Lafontaine- Partei jetzt wirklich vor der Gründung
Laut Artikel vom Spiegel, verdichten sich die Anzeichen daß die Wahlinitiative um Ex- SPD- Spittzenpolitiker LAfontaine jetzt in die Vollen geht und im nächsten Jahr die deutsche Parteienlandschaft um eine weitere nicht- wählbare Alternative bereichern wird.

Gute Nacht!

Urabstimmung erfolgt auf Spiegel
 
Von: ericpp um 15:43hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Sonntag, 19. Dezember 2004
 
Hallo Frau Künast!
Falls Sie Heute zufällig im Internet unterwegs sind, bitte besuchen Sie diesen Aufruf:


Bild entfernt da Aktion vorbei



Wer nicht Künast heißt, darf sich gerne bei der FFII informieren worum es geht und was ich mit dieser Aktion unterstüzte.

Weiter Infos von meiner Seite gibts auch hier:

Über die Menschenfischer
Die Bürokratie ist dabei zu siegen
Die Kacke ist leider noch nicht aus der Welt
 
Von: ericpp um 18:31hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Mobile .mp3- Player beschlagnahmt
Eine italienische Firma names Sisvel hat die Einfuhr von .mp3- Playern verschiedener Firmen per gericht stoppen lassen.
Begründet wird die ganze Chose damit, daß die Importeure keine Patentgebühren bezahlt haben.

Allerdings sieht es mit den MP3- Patenten etwas seltsam aus, werden diese doch nicht nur von Sisvel sondern auch noch vom französischen Thomson- Konzern eingezogen. Dazu stammt die beanstandete Technik, nämlich der chip der die .mp3s decodiert von Samsung die bereits Lizenzgebühren abdrücken.
Währenddessen werden Firmen wie Apple (Hersteller des nicht ganz unbeliebten Ei- Pott gar nicht erst belangt)

Unter diese Umständen würde ich den betroffenen Firmen empfehlen, doch mal einen Player für das technisch bessere .OGG Vorbis- Format zu bringen - denn mit der Unterstützung dafür sieht es im mobilen Bereich noch sehr mau aus - zusammen mit einer professionellen Encodersoftware und des derzeit besten Kompressionsformates das Fair- Use erlaubt, könnte sich eine solche Firma sicher einen gewissen Marktanteil sichern - selbst gegen die Marketingmacht von Firmen wie Microsoft die gerne ihre DRM- Systeme verbreitet sehen wollen. (und das durchzusetzen bereits angefangen haben)

Endstation Zoll auf Heise
(im angehängten Forum gibt übrigens der bekannte Münchner Anwalt von Gravenreuth Ergebnisse seiner Recherche zum Thema bekannt)
 
Von: ericpp um 18:04hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Ein Hauch von Ekel
beschleicht mich wenn ich sowas lese wenn mir vorstelle, daß es wirklich noch massenhaft Leute gibt, die glauben, auf der Seite Gottes zu stehen und in seinem Namen zu handeln - und das dann auch noch waffenstarrend in einem fremden Land:

Frömmelei unter US- Marines im Irak auf Telepolis und leider keine Glosse
 
Von: ericpp um 17:29hworld | 0 Kommentare | kommentieren

 
Samstag, 18. Dezember 2004
 
T- Shirt falten
Aus der Rubrik Haushaltstips gibts heute dieses feine Video: T-Shirt Origami

Thanx to robman
 

 
Kannibalismus unter Öffentlich Rechtlichen
Der anhand von Gottschalk vs. Schmidt bereits vorgestern von mir kommentierte Konflikt zwischen ARD und ZDF scheint sich auszudehnen.
So heult die Mainzer Anstalt rum, daß die ARD ihre Tagesthemen in die Sendezeit von Heute reinziehen und drohen zur Revanche mit Kerner vs. Christiansen.

Wieviele GEZ- Millionen dadurch mal wieder verschwendet werden, scheint keinen der beiden Sender zu interessieren. Beide labern in ihren Pressemitteilungen wieder mal nur von Quotenkacke.
 

 
Greenpeace nicht gemeinnützig?
Das Hamburger Finanzamt hat vor, Greenpeace rückwirkend für 2003 die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Begründet wird die Sache damit, daß einige Aktionen, wie die 'Verunreinigung' eines Genweizen- Testfeldes mit naturbelassenem Saatgut oder das Beschlagnahmen eines illegalen Tropenholz- Imports so böse gesetzeswidrig seien und die Vereinigung ihre Verantwortung dafür hätte leugnen müssen.
Damit wird auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes verwiesen das vor 20 Jahren gesprochen wurde - wäre ja mal Zeit ein neues Urteil zu erwirken?

Profitieren würde von einer Steuerbelastung für Greenpeace vor Allem Konzerne und andere Organisationen, die gegen den Willen der deutschen Bürger die Belastung von Nahrungsmitteln mit Genprodukten durchsetzen wollen - und natürlich die mit diesen befreundeten Politiker wie zum Bleistift der Sachsen-Anhaltinische Finanzminister Karl-Heinz Paqué oder auch niedersächsische Atomfreund und Innenminister Heiner Bartling.
Dabei scheinen die Umweltverschutzerseilschaften parteiübergreifend zu funktionieren - etwas ganz neues, wo sich die Parteien doch lieber gegenseitig (meist sogar mit Recht) Inkompetenz vorwerfen.

Greenpeace selbst zeigt sich in einer Mitteilung zurecht uneinsichtig und weist auf eine Liste von Leistungen hin, die ohne ihre Beteiligung wohl nicht passiert wäre.
 
Von: ericpp um 20:07hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
'Ich werde Euch zu Menschenfischern machen'
sprach Jesus zu den Patentanwälten und löste sich alsdann in Wohlgefallen auf...

Oder was hat eine Richtlinie zu Softwarepatenten ansonsten vor dem EU- Agrar- und Fischereiausschuß verloren?
Sollen die Landwirtschaftsminister der Mitgliedsländer über einen Gesetzesvorschlag abstimmen zu dem sie keine Kompetenzen vorweisen können weil diese bei den Wirtschafts- oder Rechtsverantwortlichen der Europäischen Union aus gutem Grunde scheitern könnte?
Ich kann ja nur vermuten was die niederländische Ratspräsidentschaft damit vorhat, aber eine bessere Antwort darauf fällt mir nicht ein.

Jedenfalls ist die Abstimmung über diese Richtlinie, die im Sinne ihrer Verfasser Softwarepatente ins Europäische Recht einführen und damit auch viele bereits erteilte unsinnige oder schädliche Patente rechtswirksam machen würde für den kommenden Dienstag vor eben diesem Rate anberaumt.

Ich bin mal gespannt, ob die Vertreter in diesen Gremien den Mut haben, die Ungereimtheiten beim Durchdrücken der ungewollten Richtlinie zur Sprache zu bringen.

links:
Heise zum niederländisch- provozierten Abstimmungsdurcheinander
Rene wundert sich ebenso
 
Von: ericpp um 16:54hpolitics | 0 Kommentare | kommentieren

 
Sind wir nicht alle ein Bißchen Gaga? - Lesefutter
Um dem Projekt Gutenberg - einer Online- Bibliothek für freie Werke die freundlicherweise vom Spiegel betrieben wird - neuen Lesestoff zu besorgen, wurde das Gaga- Projekt gegründet.
Sinn und Zweck der Chose ist es, Bücher einzuscannen (dafür danken die Betreiber für die Spende des Programms Finereader und eines Scanners und dann durch eine große Userbasis korrekturzulesen. Denn natürlich machen auch gute Programme noch Fehler und je mehr Leute gegenlesen desto schneller steht das ganze Buch einmal onlein zur Verfügung.

Wer folglich Interesse daran hat, daß zum Bleistift die Erinnerungen von Giacomo Casanova in naher Zukunft im Netz stehen, wird eingeladen sich zu beteiligen.
 
Von: ericpp um 15:45hnet | 0 Kommentare | kommentieren

 
Unzufrieden mit Deinem Namen?
Bei Rum and Monkey kann mal sich jetzt einen neuen Namen genrieren lassen.

Damit man da auch ein bißchen Auswahl hat, gibts bereits einige Dutzend Generatoren für die verschiedenen Zwecke.
So kann der Christ sich anschauen wie sein Name nach mormonischen Gesichtspunkten lautet, ein japanophil eingestellter Zeitgenosse kann sich ins Fernöstliche übersetzen lassen und auch für Fans von Harry Potter ist was dabei.

viel Spaß: Ich will jetzt mal anders heißen
 
Von: ericpp um 14:40hfun | 0 Kommentare | kommentieren

 
Brot für die GEZ heißt jetzt Brotspende - sonst ändert sich nüx
Nachdem die Seite Brot für die GEZ ja leider dank der Initiative beleidigter Kirchenmänner aus dem Netz genommen werden durfte, gibt es nun ein Relaunch des Angebotes.

Um mißverständnisse von Seiten Verteidigern des nahrhaften Grundnahrungsmittels direkt vorzubeugen gibt es jetzt auf jeder Seite den auffälligen Hinweis daß der geneigte Leser seinen Verstand benutzen soll und es sich um eine Satire handelt.

Trotzdem kann man auch weiterhin Brotspenden an die notleidenden Gebührenerpresser durchführen, die sogar als eBrot in grundnahrungsmittelschonender Form übergeben werden können. So steht sicher auch frommen Christen eine Teilnahme an diese Aktion nichts mehr im Wege.



Viel Spaß beim Betrachten und Teilnehmen!
 
Von: ericpp um 14:12habGEZocke | 0 Kommentare | kommentieren

 
Freitag, 17. Dezember 2004
 
lügt Heise? oder spielt Nutzwerk beleidigt
Die Leipziger Firma Nutzwerk ist nicht unbedingt durch ihre gute Software bekannt geworden, sondern durch die Methoden wie sie es verkaufen will.
Zumindest versucht sie das, wenn auch ohne große Erfolge.


Dabei fing die Firma doch erst vor zwei Jahren mit einigen ach-so -hhoffnungsvollen Patenten an. Mit denen scheint es aber nicht so weit her zu sein. Nachdem eines bereits im letzten Jahr für nichtig erklärt wurde und die anderen gerade gut genug sind um als Warnbeispiel für Trivialpa Softwarepatente und deren Ausnutzungspotential zu dienen klagt die Firma seit Oktober gegen den Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur FFII. Anlaß ist, daß der Firma wohl die Inhalte der oben verlinkte Warnbeispielseite nicht gefällt (die Domain ericppluegt.de ist übrigens auch noch frei).
Jetzt nahm man einige Fehler im Bericht von Heise über diese Klage zum Anlaß um dem Verlag Lüge vorzuwerfen. Da man trotz Korrektur dieser Unrichtigkeiten immer noch nicht zufriden war, war man dann sogar noch so innavoativ, die Seite heiseluegt.de zu schalten. Darauf sieht man drei wohlgenährte junge Herren die versuchen böse zu kucken und untendrunter die Vorwürfe.
Neben den im Bericht bereits geänderten Fehlern soll Heise angeblich absichtlich so schlecht über den Hersteller von Sicherheitssoftware für Bild-Leser schreiben um seinen Werbepartnern einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Hier schafft es die Firma, sich in eine Konkurrenzsituation mit Firmen wie Symantec (Norton bla..) Telekom oder Microsoft zu setzen und sieht in der Tatsache daß alle drei über die Medien von Heise für ihre Produkte werben eine Bestätigung für ihre Theorie. Saddam hatte ja auch Massenvernichtungswaffeln, also warum nicht?
Zusätzlich wird versucht, sich durch eine Begriffsverwirrung von Softwarepatent und Verfahrenspatent in ein gutes Licht zu rücken. Denn natürlich hat die Firma ein Verfahrenspatent angemeldet, aber eben, soweit ich deren nicht gerade gut umschriebene Patentschrift verstanden habe, auf eine reine Softwarelösung (== Softwarepatent) - und die sind in Deutschland gar nicht zulässig.

Heise spart sich einen Artikel über diese leicht lächerliche Aktion, aber in einem Bericht auf Golem über den von Nutzwerk initierten bizarren Streit wird ein Pressesprecher zitiert, daß juristische Schritte eingeleitet seien.

Viel Sympathie scheint sich Nutzwerk damit jedoch nicht einzuhandeln. Sowohl auf den Kommentaren bei Golem, also auch in diversen Blogs, wie hier zum Beispiel bei medienrausch herrschen Stimmen vor, die an der Seriösität des Sächsischen Unternehmens zweifeln.

Naja, ich denke mal, da sollte ich die Berichte zu weiter verfolgen. Aber letztendlich wird die Seite ohne großes Gedöns wieder aus dem Netz verschwinden.
 

 
Brot für die GEZ - Teil2
Aus aktüllem Anlaß:

Hey, erfreulicherweise wird dieses Blog nicht mehr hauptsächlich von Leuten angesurft die das Wort 'Scheiße' suchen. Aus mystischen Gründen hat google mich auf den vierten Platz unter den Suchergebnissen zu 'Brot für die GEZ' gesetzt und aus noch mystischeren Gründen kommen von ebendieser Seite Dutzende Besucher - das find ich doch gut.

Weil ich finde, daß Leute, die sich für dieses Thema interessieren, nicht nur einfach auf diese witzige Seite weitergeleitet gehören, sondern auch ein paar weitere Informationen verdiehnen, also mal eine kleine Zusammenfassung von dem was ich bisher über die GEZ zusammengetragen hab bzw. warum ich überhaupt soviel über den Verein schreibe:
Für mich als Nur- Radio- Hörer kostet die GEZ- Gebühr doch fast gar nix. Bisher zumindest. Wurde doch am 8. Oktober von den deutschen Ministerpräsidenten beschlossen, daß wir alle mehr GEZ- Gebühr bezahlen dürfen. Und daß Leute die keinen Fernseher haben dafür bestraft werden und auch noch für ihren PC löhnen dürfen.
Das hat natürlich auch zu Entrüstung bei Wirtschaftsverbänden geführt, die man auch nicht mit einem sehr suspekten Entlastungsangebot für Großunternehmen beruhigen konnte.
Sehr schön ist, daß die politisch dafür Verantwortlichen ihren idiotischen Schritt weder begründen können noch wollen.
Sehr gut bewiesen hat das der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, der in einem Interview mit der Netzeitung eingentlich genau das Gegenteil von dem behauptet was er mit verursacht hat.
Aber auch die Vertreter anderer Bundesländer sind nicht besser und vertreten eine hirnlose Argumentation.

Dabei ist es offensichtlich daß es sich bei der Einführung von GEZ- Gebühr auf PCs um eine versteckte Internetsteuer handelt, die offensichtlich noch schnell genug eingeführt werden soll bevor eine größere Bevölkerungsgruppe auf das mäßige Informations- und das immer grausamer werdende Unterhaltungsangebot der TV- Anstalten verzichtet - denn technisch ist Fernsehen übers Internet in brauchbarer Qualität überhaupt noch nicht machbar - und würde schon bei nur geringer Nutzung die DSL- Leitungen der Telekom zum Schmelzen bringen.

Deswegen gibts auch die ein oder andere Gruppe von Leuten die sich dagegen wehren, zum Beispiel die Initiative Schon-abGEZockt.de oder die Jungs von Rundfunkgebührenzahler.de die Informationen zu dem Thema zusammentragen und Aktionen planen.
Bei ersteren kann man sich einen Gruß ausdrucken den man dann seiner Abmeldung beilegen kann.

Von der witzigen Seite nahm es dagegen die Aktion Brot für die GEZ Leider wurden die wohl inzwischen aus dem Netz gemahnt - von wegen Wohltätige Organisationen und älterem Markenrecht. Aber die Dokumentation dieser Aktion ist - mit netten Fotos immer noch bei Heise verfügbar.

Und der Spiegel hat ein schönes Dossier über die Machenschaften der GEZ die übrigens alles andere als Brot für ihre Dienste verlangt.
 
Von: ericpp um 14:11habGEZocke | 0 Kommentare | kommentieren