Donnerstag, 4. August 2011
3000 Euro für eine Folterdrohung
Moment, erstmal schlucken und weiterlesen, dachte sich der Schutzgeist. Oder nochmal von vorn:
Da geht dieser Typ also hin, entführt ein Kind, bringt es um, verscharrt es irgendwo im Wald, und will dann dafür, daß man ihm mit Folger gedroht hat, 3000 Tacken einkassieren?
Daß es nicht gerade die feine englische Art ist, wenn Staatsbedienstete Folgen für die körperliche Unversehrtheit androhen, das finde ich auch. Aber die reine Drohung von Schmerzen bereits als Folter auszulegen - und damit auch noch Recht zu bekommen, das finde ich weiterhin dreist. Denn wäre der Herr G. nicht schneller gewesen und hätte vorsorglich für das Ableben des Knaben gesorgt, hätte dieses 'erpreßte' Geständnis dem Kind sogar das Leben retten können. Das Tragische war halt, daß der Mörder nur noch dem weg zum Grab dess Jungen zeigen konnte, wofür er aktuell und hoffentlich auch noch sehr lange einsitzt.
Und jetzt sind da noch diese 3000 Euronen, die der Täter also bekommen soll für das Erleiden von 'Qualen' die nichts sind im Gegensatz zu dem was sein Opfer vermutlich durchlebt hat. 3000 Euronen plus Zinsen, also vermutlich so um die 3000*1,06^9 (oder wievieln Zinsen legt so ein Gericht normalerweise fest?) = etwas mehr als 5000 Euro. Naja, nicht gerade ein üppiger Lohn dafür, einen kleinen Jungen umgebracht zu haben.
Aber halt, wir sind noch nicht fertig!
Denn die Richter haben ja noch einen Tick weiter entschieden: Da der Großteil der Klage des sauberen Herrn G. abgelehent wurde, bleibt er auch zum Großteil auf den Gerichtskosten sitzen - und das sind mal glatt und so eben 15000 Euronen - von denen er 12000 zahlen muß. Und wie wir vom guten Adam Riese gelernt haben sind 5000 Euro minus 12000 Euro immer noch ein Minus von 7000 Euronen - die dem Herrn G. natürlich schnurzpiepegal sein können weil er schon 2006 Privatinsolvenz angemeldet hat - womit die restlichen 7 Mille, genauso wie der Rest vom Erdbeerfest, durch den Staat bzw. das Land Hessen bezahlt werden.
Unterm Strich also überhaupt kein Grund zur Freude für den Kindermörder G., denn er sitzt weiterhin hinter Gittern, hat weiterhin keine Kohle (oder jetzt noch weniger) und hat hoffentlich genug Gründe geliefert, nicht an eine mögliche Resozialisierung dieser Person zu glauben.
Von einem Sieg, wie die Boulevardpresse behautet kann also keine Rede sein, gar keine.
Bleibt nur die Frage: Was bedeutet der Fall jetzt für die Justiz oder den Polizeiapparat? Wie wird ein Polizeibeamter beim nächsten Mal verfahren, wenn er glaubt ein Kind sei in Lebensgefahr?
Generell finde ich das Urteil ja sogar noch sowas wie gerecht. Denn was passiert, wenn Bullen foltern oder morden dürfen, das kann man aktuell mal wieder in den Nachrichten aus Syrien sehen. Dem Bißchen Geld das dafür draufgegangen ist, weine ich auch als Hessischer Steuerzahler nicht nach. Andererseits kann ich mir auch keine andere oder bessere Reaktion vorstellen, im Angesicht eines breit grinsenden Arschlochs, der nur Lüge über Lüge erzählt - und deshalb bleibt der Polizeivizepräsident Daschner auch der Held in dieser Geschichte, die kein Happy End hatte.
Da geht dieser Typ also hin, entführt ein Kind, bringt es um, verscharrt es irgendwo im Wald, und will dann dafür, daß man ihm mit Folger gedroht hat, 3000 Tacken einkassieren?
Daß es nicht gerade die feine englische Art ist, wenn Staatsbedienstete Folgen für die körperliche Unversehrtheit androhen, das finde ich auch. Aber die reine Drohung von Schmerzen bereits als Folter auszulegen - und damit auch noch Recht zu bekommen, das finde ich weiterhin dreist. Denn wäre der Herr G. nicht schneller gewesen und hätte vorsorglich für das Ableben des Knaben gesorgt, hätte dieses 'erpreßte' Geständnis dem Kind sogar das Leben retten können. Das Tragische war halt, daß der Mörder nur noch dem weg zum Grab dess Jungen zeigen konnte, wofür er aktuell und hoffentlich auch noch sehr lange einsitzt.
Und jetzt sind da noch diese 3000 Euronen, die der Täter also bekommen soll für das Erleiden von 'Qualen' die nichts sind im Gegensatz zu dem was sein Opfer vermutlich durchlebt hat. 3000 Euronen plus Zinsen, also vermutlich so um die 3000*1,06^9 (oder wievieln Zinsen legt so ein Gericht normalerweise fest?) = etwas mehr als 5000 Euro. Naja, nicht gerade ein üppiger Lohn dafür, einen kleinen Jungen umgebracht zu haben.
Aber halt, wir sind noch nicht fertig!
Denn die Richter haben ja noch einen Tick weiter entschieden: Da der Großteil der Klage des sauberen Herrn G. abgelehent wurde, bleibt er auch zum Großteil auf den Gerichtskosten sitzen - und das sind mal glatt und so eben 15000 Euronen - von denen er 12000 zahlen muß. Und wie wir vom guten Adam Riese gelernt haben sind 5000 Euro minus 12000 Euro immer noch ein Minus von 7000 Euronen - die dem Herrn G. natürlich schnurzpiepegal sein können weil er schon 2006 Privatinsolvenz angemeldet hat - womit die restlichen 7 Mille, genauso wie der Rest vom Erdbeerfest, durch den Staat bzw. das Land Hessen bezahlt werden.
Unterm Strich also überhaupt kein Grund zur Freude für den Kindermörder G., denn er sitzt weiterhin hinter Gittern, hat weiterhin keine Kohle (oder jetzt noch weniger) und hat hoffentlich genug Gründe geliefert, nicht an eine mögliche Resozialisierung dieser Person zu glauben.
Von einem Sieg, wie die Boulevardpresse behautet kann also keine Rede sein, gar keine.
Bleibt nur die Frage: Was bedeutet der Fall jetzt für die Justiz oder den Polizeiapparat? Wie wird ein Polizeibeamter beim nächsten Mal verfahren, wenn er glaubt ein Kind sei in Lebensgefahr?
Generell finde ich das Urteil ja sogar noch sowas wie gerecht. Denn was passiert, wenn Bullen foltern oder morden dürfen, das kann man aktuell mal wieder in den Nachrichten aus Syrien sehen. Dem Bißchen Geld das dafür draufgegangen ist, weine ich auch als Hessischer Steuerzahler nicht nach. Andererseits kann ich mir auch keine andere oder bessere Reaktion vorstellen, im Angesicht eines breit grinsenden Arschlochs, der nur Lüge über Lüge erzählt - und deshalb bleibt der Polizeivizepräsident Daschner auch der Held in dieser Geschichte, die kein Happy End hatte.
Montag, 25. Juli 2011
Ogün Samast
Dieser Name, liebe Leser, wird Ihnen vielleicht nicht viel sagen. Umso schöner finde ich es, daß ein Gericht gerade heute sein Urteil verkündet hat. Denn es lautet auf 22 Jahre und 10 Monate, für den Mord an einem Menschen, der ihm nicht in den Kram paßte. Für den Mord an einem Menschen, einem Armenier.
Das Gericht war ein türkisches, und das macht den Fall eigentlich erst so bemerkenswert, denn wenn es nach türkischer Propaganda geht, wurden dort noch nie irgendwelche Armenier ermodet, oder jedenfalls nicht durch Türken.
Ogün Samast jedenfalls dürfte zu den Leuten gehört haben, die diese Propaganda geglaubt haben, oder zumindest gern geglaubt hätten. Über ihren Wahrheitsgehalt darf er die nächsten knappen 23 Jahre nachdenken.
Das Gericht war ein türkisches, und das macht den Fall eigentlich erst so bemerkenswert, denn wenn es nach türkischer Propaganda geht, wurden dort noch nie irgendwelche Armenier ermodet, oder jedenfalls nicht durch Türken.
Ogün Samast jedenfalls dürfte zu den Leuten gehört haben, die diese Propaganda geglaubt haben, oder zumindest gern geglaubt hätten. Über ihren Wahrheitsgehalt darf er die nächsten knappen 23 Jahre nachdenken.
Samstag, 23. Juli 2011
Cui Bono?
Ein Mann richtet in einem Ferienlager ein Blutbad an, zeitgleich verwuestet eine Autobombe das Regierungsviertel von Oslo, und das Beste was die Verschwoerungstheriemaschinerie des Onleinspiegels herbeiphantasieren kann ist ein ein islamistischer Attentaeter. Ach Mist, der Taeter ist ein fundamentalistisch und national eingestellter Christ?
Ich fuerchte, das wird die rdikalen Hetzer von rechts auch nicht davon abhalten, weitern 'den Islam' als groesste Gefahr fuer unsere Freiheit hinzustellen.
Denn schliesslich haben die den Herrn Breivik erst zu seinen Taten verleitet...
So ganz leicht erinnert das Ganze auch an die Situation des Nachbarlandes Schweden in den 70ern/80ern. Das neutrale skandinavische Land sollte durch fingierte U- Boot- Sichtungen und spaetestens nach dem Mord an Ministerpraesident Palme dazu gebracht werden, sich hilfesuchend an die NATO- Staaten zu wenden.
Allerdings ist Norwegen bereits mit Soldaten in Afghanistan beteiligt und als grosser Oellieferant ein wichtiger Wirtschaftspartner...
Ich fuerchte, das wird die rdikalen Hetzer von rechts auch nicht davon abhalten, weitern 'den Islam' als groesste Gefahr fuer unsere Freiheit hinzustellen.
Denn schliesslich haben die den Herrn Breivik erst zu seinen Taten verleitet...
So ganz leicht erinnert das Ganze auch an die Situation des Nachbarlandes Schweden in den 70ern/80ern. Das neutrale skandinavische Land sollte durch fingierte U- Boot- Sichtungen und spaetestens nach dem Mord an Ministerpraesident Palme dazu gebracht werden, sich hilfesuchend an die NATO- Staaten zu wenden.
Allerdings ist Norwegen bereits mit Soldaten in Afghanistan beteiligt und als grosser Oellieferant ein wichtiger Wirtschaftspartner...
Dienstag, 19. Juli 2011
Der Parasit hat den Wirt gewechselt
Dieses Zitat mußte sich Thomas Gottschalk irgendwann mal gefallen lassen, als er sich einen neuen Arbeitgeber suchte, und natürlich schwirrte es mir als Erstes durch den Kopf als ich hörte, daß genau DER jetzt zur ARD soll. Ausgerechnet jetzt, wo er doch langsam ins Alter der ZDF- Zielgruppe kommt.
Wobei seine Zielgruppe sind mittlerweile ja auch höchstens nochRentner Bürger über 50 und unter 10. Und die lernen halt jetzt, mal einen neuen Knopf auf der Fernbedienung zu drücken, wird schon nicht weh tun.
Wobei seine Zielgruppe sind mittlerweile ja auch höchstens noch
Freitag, 15. Juli 2011
Große Söhne, noch größere Töchter
Ach Felix Austria, wenn wir Eure Probleme hätten...
Heftigen Streit gabs wohl die Tage in unserem - nein nicht östlichen, sondern - südlichen Nachbarland darum, ob man in der Österreichischen Nationalhymne künftig nicht nur die großen Söhne sondern auch die großen Töchter besingen soll.
Und hat sich jetzt darauf geeinigt, das das wohl Not tut.
Der Schutzgeist fragt sich derweil: Welche Töchter sollen das wohl sein? Eine fällt ihm immerhin ein, die sogar so groß war daß man beschloss, sie einen Kopf kleiner zu machen, achja, und ihre Frau Mama gabs auch noch. Aber sonst so?
Heftigen Streit gabs wohl die Tage in unserem - nein nicht östlichen, sondern - südlichen Nachbarland darum, ob man in der Österreichischen Nationalhymne künftig nicht nur die großen Söhne sondern auch die großen Töchter besingen soll.
Und hat sich jetzt darauf geeinigt, das das wohl Not tut.
Der Schutzgeist fragt sich derweil: Welche Töchter sollen das wohl sein? Eine fällt ihm immerhin ein, die sogar so groß war daß man beschloss, sie einen Kopf kleiner zu machen, achja, und ihre Frau Mama gabs auch noch. Aber sonst so?
Dienstag, 7. Juni 2011
Warum Männer gut einparken und Frauen immer frieren...
Auf manche Neuerungen kann ich ja recht gut verzichten. So zum Beispiel auf das hier, was mir im grade bei dönerwett donnerwetter.de aufgefallen ist:

Ja, sie sehen richtig: Diese Seite behauptet in der Tat, daß das Wetter sich Frauen gegenüber anders verhalte als gegenüber Männern - was in der Hinsicht fies ist weil Frauen eh viel schneller frieren.
Wobei man sich natürlich fragen kann, wie aus den großen 16 Graden nach Onkel Celsius überhaupt 20 oder 22 werden sollen. Ich glaub, irgendwann hatte ich sowas mal im Unterschichten- TV gesehen, wo die Wettertante auch groß von gefühlten oder erlittenen Termperaturen gefaselt hatte. Ich persönlich halte das ja eher für Voodoo. Daß Wind oder Sonneneinstrahlung mein Wohlbefinden beeinflussen ist mir auch klar, ohne daß mir so eine blöde Wetterseite irgendwelche aus dem Ärmel geschüttelten Hausnommern vor die Nase setzt, aber deren Einfluß bin ich schließlich nicht wehrlos ausgeliefert. Wenn ich mich hinterm Schuppen verkrieche, dann habe ich Schatten und Windstärke 0, und wenn ich meine Füße dazu auch noch in einen Eimer mit Eiswürfen stelle, ja hallo! Dann habe ich eine gefühlte Temperatur wie Mitte Januar

Ja, sie sehen richtig: Diese Seite behauptet in der Tat, daß das Wetter sich Frauen gegenüber anders verhalte als gegenüber Männern - was in der Hinsicht fies ist weil Frauen eh viel schneller frieren.
Wobei man sich natürlich fragen kann, wie aus den großen 16 Graden nach Onkel Celsius überhaupt 20 oder 22 werden sollen. Ich glaub, irgendwann hatte ich sowas mal im Unterschichten- TV gesehen, wo die Wettertante auch groß von gefühlten oder erlittenen Termperaturen gefaselt hatte. Ich persönlich halte das ja eher für Voodoo. Daß Wind oder Sonneneinstrahlung mein Wohlbefinden beeinflussen ist mir auch klar, ohne daß mir so eine blöde Wetterseite irgendwelche aus dem Ärmel geschüttelten Hausnommern vor die Nase setzt, aber deren Einfluß bin ich schließlich nicht wehrlos ausgeliefert. Wenn ich mich hinterm Schuppen verkrieche, dann habe ich Schatten und Windstärke 0, und wenn ich meine Füße dazu auch noch in einen Eimer mit Eiswürfen stelle, ja hallo! Dann habe ich eine gefühlte Temperatur wie Mitte Januar
Montag, 16. Mai 2011
Was ein Dünnbrettbohrer
Der neue Innenminister Friedrich war zu Besuch in Wiesbaden und hinterläßt uns einen Katalog an dummdreisten Forderungen, fadenscheinigen Behauptungen und sonstigem Scheiß.
Nachzulesen u.a. hier.
Und ich weiß grade nicht, was ich schlimmer finden soll - seine haltlosen Gestapo- Forderungen fürs Internet, oder seine merkbefreites Wischiwaschi- Gewäsch über den europäischen Arbeitsmarkt.
Wie blöd konnte Angie sein, und ausgerechnet den ins Innenministerium zu lassen. Können wir bitte wenigstens den de Maiziere wieder zurückbekommen? Den konnte man zumindest ernst nehmen. Setzt doch dafür bitte den Friedrich ins Verteidigungsministerium. Einerseits kann er da nach 20 Monaten Guttenberg eh nicht mehr viel kaputtmachen, und andererseits: Sollte dem Thomas de M. was Schlimmes beim Truppenbesuch passieren dann verliert die CDU ihren fähigsten Mann - und das wollen wir doch alle nicht, oder?
Nachzulesen u.a. hier.
Und ich weiß grade nicht, was ich schlimmer finden soll - seine haltlosen Gestapo- Forderungen fürs Internet, oder seine merkbefreites Wischiwaschi- Gewäsch über den europäischen Arbeitsmarkt.
Wie blöd konnte Angie sein, und ausgerechnet den ins Innenministerium zu lassen. Können wir bitte wenigstens den de Maiziere wieder zurückbekommen? Den konnte man zumindest ernst nehmen. Setzt doch dafür bitte den Friedrich ins Verteidigungsministerium. Einerseits kann er da nach 20 Monaten Guttenberg eh nicht mehr viel kaputtmachen, und andererseits: Sollte dem Thomas de M. was Schlimmes beim Truppenbesuch passieren dann verliert die CDU ihren fähigsten Mann - und das wollen wir doch alle nicht, oder?
Freitag, 13. Mai 2011
Ein Tausendstel Dank?
Kollegin K. hat sich grade mit 'Milli Grazie' für meine Hilfe bedankt.
Da werd ich wohl noch ein Bißchen sammeln müssen bis ich die Gummipunkte für die Waschmaschine zusammenhab.
Da werd ich wohl noch ein Bißchen sammeln müssen bis ich die Gummipunkte für die Waschmaschine zusammenhab.
Donnerstag, 12. Mai 2011
Ab in die Cloud?
Wenn nicht mein Job davon abhinge, würde ich mal kurz mit ner Schrotflinte durch unsere IT- Abteilung und durch die Chefetage laufen. Den Falschen treffen würde ich hier sicher nicht.
Wie kann man nur so blöd sein und ausgerchnet bei Festplattenspeicher sparen wollen?
Wie kann man nur so blöd sein und ausgerchnet bei Festplattenspeicher sparen wollen?
Freitag, 29. April 2011
Schutzgeist'scher Versprecher
Wußten sie schon, daß heute Kate und Winslet heiraten?
Ja echt!
Und darauf, daß mit weder der Nachname von der Tussi noch der Vorname von dem Vogel eingefallen ist, bin ich sogar stolz. So!
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