Mittwoch, 30. Januar 2013
 
Ein kleine Durchsage aus Island
Island, mag sich der ein oder andere noch erinnern, war eines der ersten Länder, das anno '08 beim start der Finanzkrise hops ging.
Im Gegensatz zu anderen Ländern wie Irland, halb Osteuropa oder Griechenland sind die Isländer aber etwas anders mit ihrer Krise umgegangen. Statt die pleitegegangenen Banken zu kaufen und deren Fehler aus dem Staatssäckel auszugleichen haben sie einen radikalen Schritt vollzogen: Ab in die Pleite mit diesen Vereinen, Verstaatlichen der Reste ohne staatliche Garantien für die Fehler der Vorgängerorganisation zu übernehmen, und gleichzeitig wurden auch politische Reformen angestoßen und die Transparenz verbessert.

Die Folgen davon sind gut 4 Jahre später zu sehen: Die Arbeitslosigkeit ist erstaunlich niedrig, und der Hightech- Sektor boomt weil die Leute die vorher Bankenserver betrieben haben, in neuen Firmen an echten Innvoationen arbeiten statt nur sicherzustellen, daß Geld nutzlos von hie nach da verschoben werden kann.

Zumindest erklärt Islands Präsident das so in einem Interview bei Aljazeera:


Ich persönlich frag mich ja grade, wo zu der Zeit wohl grade die Reporteusen der deutschen ÖR- Rundfunke unterwegs waren. Obama fragen, wann er endlich was für seinen Nobelpreis tun will, oder doch einfach nur Brüderle tiefe Einblicke in Journalistinnen- Decolletè gewähren?
 

 
Glückliches Island
Im Gegensatz zu den Ländern der Euro-Zone ist Islands Regierung nicht gefangen in fragwürdigen Stabilitätskriterien. Wir hingegen laufen Gefahr, bei schleichender Entdemokratisierung Völker zu Tode zu retten, die schon lange nicht mehr gerettet werden wollen ...

Herzliche Grüße,
Thomas
 
 
Als ob es bei den Rettungsaktionen der letzten 4 Jahre jemals um Völker oder gar den Euro gegangen wäre... Letzterer dient doch nur als Geisel, um diese gewaltigen Schuldenumschichtungen zu legitimieren.
Und die Schulden dienen dann wiederum als Legitimation für weiteren, europaweiten, Sozialabbau.