Montag, 12. Oktober 2015
 
Und dann war Kodi plötzlich stumm
Ein typischer Fall von "gestern gings noch und ich hab nix gemacht":

Ich habe jetzt schon seit mehreren Jahren einen kleinen, stromsparenden PC mit Kodi, bzw. ursprünglich natürlich mit XBMC unterm Fernseher stehen, der für Medienwiedergabe von Internetstreams über DVDs bis zum Abspielen von Daten von der großzügigen Festplatte da ist.

Und da das System so prima läuft, bin ich mir sicher, auch keine großartigen Einstellungen in den letzten Wochen verändert zu haben. Ab und an spiele ich mal ein paar Updates ein, das wars soweit. Die Kiste lief bis vor ner Woche sogar noch auf Ubuntu 12.04 von vor drei Jahren.
Was auch immer der Grund für das geänderte Verhalten war - jedenfalls kam die Box letzte Woche überraschend mit einem Icon hoch, das ich so noch nicht in Kodi gesehen hatte: der Sound ist deaktiviert.
Nachdem ich also feststellen mußte, daß der Ton sich durhc Drücken diverser Tasten nicht reaktivieren läßt, und nachdem ich die Einstellungen sowohl von Kodi als auch des Systems midestens 10-mal geprüft hatte, beschloß ich, doch erstmal das Ubuntu ein wenig zu aktualisieren - immerhin schläßt mir selbiges das schon seit über nem Jahr vor. Doch auch mit Version 14.04. blieb der Kodi weiterhin stumm, während andere Programme problemlos Musik abdudeln können.

Des Rätsels Lösung, nachdem ich diverse Foren durchsucht hatte, fand sich in einer besonders doofen Einstellung, die ich niemals nicht auf dem Radar gehabt hätte, und zwar aus verschiedenen Gründen:

Seit XBMC Gotham gibt es wohl eine Möglichkeit, auch Joysticks als Controller zu verwenden. Und ebendas hat offenbar schon bei mehr Leuten dazu geführt, daß ein Signal, das über einen Joystick reinkam, z.B. wegen einer schlecht kalibrierten X- oder Y-Achse, dazu führt, daß die Lautstärke dauerhafrt auf "0" runtergefahren wird - und sowas überlebt halt dummerweise auch einen Neustart.

Und in der Tat: Nachdem ich in Kodi unter "Optionen - Einstellungen - System - Eingabegeräte" die "Unterstützung für Joysticks und Gamepads" deaktiviert habe, läßt sich der Ton wieder über das Pluszeichen hochdrehen.

Und morgen werde ich mich auf die Suche begeben, was Kodi als Joystick erkannt hat. Denn ich habe zwar eine IR- Fernbedienung und ein drahtloses Keyboard inclusive Trackball an der Box hängen, aber bei diesen beiden Geräten fehlt eindeutig jede analoge Eingabemöglichkeit, die schlecht kalibriert sein könnte.
 
Von: ericpp um 23:30hmeandmytux | 0 Kommentare | kommentieren

 
Dienstag, 22. November 2011
 
Desura - jetzt auch offiziell für Linux
Die Spiele- und Modplattform Desura gibts seit letzter Woche auch offiziell für Linux. Damit steht Menschen die mit dem Pinguin spielen wollen zum ersten Mal ein Tool zur Verfügung mit dem sie kommerzielle Spiele kaufen, herunterladen und natürlich auch updaten können.
Ich hab mir seit Oktober schonmal den Spaß gemacht, den Client zu installieren und ein wenig anzutesten - da es mit diversen Humble Bundles ja bereits die Keys für Desura gab, waren auch direkt ein paar Spiele in der Library zum Testen.
Lief die erste Version noch erwas holprig konnte die Ende Oktober veröffentlichte Version schon recht gut überzeugen. Vor der Installation wurde geprüft ob alle benötigten Libraries installiert sind -was in einem Fall nicht so war wo die .NET/mono- Komponenten noch fehlten - da gings dann mal flugs rüber nach Synaptics (jaja, Ubuntu) zum Nachinstallieren.
Ansonsten orientiert sich Desura von der Bedienung her am großen Konkurrenten Steam, aber ich denke, auch wer bisher nur mit eitunes gespielt hat sollte sich hier recht flott zurechtfinden.

Zur Linux- Unterstützung der Spiele sei natürlich gesagt, daß auch Desura viel mehr fürs Fensterbetriebssystem aus Redmond/Washington bietet - aber von über 250 Spielen insgesamt sind knapp 70 auch für den kleinen Pinguin zu haben. Darunter so Perlen wie World of Goo, Revenge of the Titans, oder Machinarium von Amanita Design, den Machern von Samorost.
Dazu kommen einige freie Spiele wie Neverball wo die Entwickler selbst ihre Updates einstellen.
Trotz der etwas mageren Grafikpower meiner Testmaschine liefen die ausprobierten Spiele flüssig - bei Trine konnte ich zwar nicht die maximalen Grafiksettings auswählen, damit hatte ich aber auch nicht gerechnet. Bei Osmos hingegen fehlte leider die sphärische Soundkulisse, wobei das Problem wohl laut Foreneintrag nur die Desura- Version betrifft - da kann ich ja noch auf die Version aus dem Humble Bundle ausweichen. Cogs, Crayon Physics Deluxe, SpaceChem und Machinarium dagegen liefen ausgezeichnet, während ich Braid und World of Goo bereits per Standalone Installer aufgespielt hatte, nur Samorost 2 startete spanischerweise in einem Browserfenster als Flash- Applet - war aber ansonsten auch problemlos spielbar.

Für Leute die zwischen Windows und Linux hin- und herpendeln stehen gekaufte Spiele - wenn vorhanden, natürlich unter beiden Betriebssystemen zur Verfügung.

Solange man es übers Herz bringt, der Seite seine Kreditkartendaten anzuvertrauen - die Checkout- Angebote von Amazon oder Google werden noch nicht unterstützt, dafür zwar Paypal, aber das ist ja richtig pfui - also eine richtig feine Sache.
 
Von: ericpp um 23:44hmeandmytux | 0 Kommentare | kommentieren

 
Montag, 15. Februar 2010
 
mc - der Midnight Commander
Seit ich mich mit Linux beschäftige - und das ist jetzt schon mehr als ein Jahrzehnt - kenne und liebe ich ihn: Den Midnight Commander.

Alten DOS- Hasen gibt der Commander schon den Fingezeig in die richtige Richtung und genau: Es handelt sich um einen Klon des beliebten Norton Commanders, wobei die Zeit keineswegs stehengeblieben ist: Der mc kann mit nahezu allen Archivformaten umgehen, zu FTP- oder SSH- Quellen verbinden und und und...

Wer sich auf seinem Linux- Rechner ab und an aus der GUI in die Tiefen des Dateisystems vorarbeitet, sollte den sich den mc in jedem Fall mal anschauen. Denn schneller als mit dem ihm kopiert sicher kein Mausschubser.

Das meint übrigens auch die Redaktion von Golem, die den Midnight Commander ebenfalls zu würdigen weiß:

 
Von: ericpp um 16:02hmeandmytux | 0 Kommentare | kommentieren

 
Mittwoch, 7. November 2007
 
Und es funzt funkt wieder
Nachdem ich meinen WLAN- Stick, obwohl er mit Ubuntu schonmal lief, unter Fedora 5 zum Frecken nicht zum Laufen bekam, und ihn deswegen, oh Graus, nur unter Microsoft'schen Qualen nutzen konnte, habe ich den heutigen Abend genutzt, das Ganze nochmal mit Fedora 7 zu testen.
Der Vorteil: Die Treiber (Ralink 2x00 USB) sind inzwischen in die Kernelquellen eingeflossen und über ein in Frankreich beheimatetes Repository direkt als Paket download- und installierbar.
Ironischerweise konnte ich die Konfigurationsdatei aus seligen Ubuntu- Zeiten zu 80% übernehmen, nur der Device- Name hat sich geändert. Und damit das Ganze ab morgen auch direkt automatisch beim Systemstart mit hochfährt muß ich mir nur noch die Mühe machen, den Treiber zum Systemstart einzutragen - achja, und zu testen, ob das Gerät auch per DHCP startet - die manuelle Konfiguration könnte sich sonst mit der eingebauten Netzwerkkarte beißen - die nutzt schließlich die gleichen Daten.

Und bevor ichs vergesse sollte ich das GUI- Tool für die Netzwerkkonfiguration noch aus dem XFCE rausschmeißen - da das mit dem Treiber nicht umgehen kann, würde es die schöne Konfig ansonsten einfach so zerschießen - und das wollen wir ja nicht.
 

 
Sonntag, 21. Oktober 2007
 
XFCE
Ich weiß grade nicht, ob ich dazu schonmal was geschrieben hatte, oder ob ich mir das nur in den Kopf gesetzt hatte. Ist aber auch egal, denn über gute Software kann man doch eh nie genug berichten?

Jedenfalls hatte ich mich beim letzten Update meines Linux- Notebooks auch nach einer neuen Oberfläche umgeschaut. Gnome ist zwar sehr hübch anzuschauen, kam mir aber schon immer etwas träge vor. Okay, ich bin da wohl auch durch die Windows- GUI ein wenig vorbelastet, und Linux wird, schon weil es nicht allein darauf programmiert ist daß der Mauszeiger die höchste Systempriorität hat, wohl hier immer ein wenig träger sein, aber es ging mir eben zusehneds auf den Senkel. Da KDE mir aber optisch nicht so zusagt, hieß es also, sich nach Alternativen umzuschauen.
Fündig geworden bin ich beim XFCE, der eine, auf weniger leistungsfähige Systeme optimiere, Umgebung darstellt. Dabei muß man, wie ich schnell merkte, auf sehr wenig Eye- Candy verzichten - es lassen sich sowohl die von Gnome her bekannten Themes einspielen, Icons ändern, Transparenzen einstellen etc - es ist alles dabei. Auch der Dateimanager läßt kaum zu wünschen übrig, und zeigt zu vielen Dateitypen bereits eine Vorschau an. Nur für Netzwerkzugriff muß über die altbekannte Tastenkombination 'Alt+F2' noch ein Natilus zu Hilfe gerufen werden. Abgerundet mit diversen kleinen Widgets, mit denen man die Systemleistung schnell im Blick hat, oder auch den Akkustand anzeigen kann, fehlt mir da eigentlich nichts mehr.

Ach doch klar: Die Programme natürlich. Und hier hat man, Linux- typisch, die volle Auswahl zwischen der Software seine Wahl. So binden sich sowohl Firefox und Thunderbird, als auch der aus dem KDE- Umfeld stammende Medienplayer Amarok genauso perfekt ein wie der Grafikbearbeitungskoloß Gimp oder das Messangertool Pidgin, die auf den Gnome- Libraries aufbauen. Ein perfektes, und vor Allem auch flüssiges, Arbeiten ist also garantiert.

 
Von: ericpp um 16:17hmeandmytux | 0 Kommentare | kommentieren